KONSUMENT.AT - Amalgam-Verbot, Paketdienste, Selbstbedienungskassen ... - Paketzustellung: Trinkgeld 11/2018

Amalgam-Verbot, Paketdienste, Selbstbedienungskassen ...

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KONSUMENT 12/2018 veröffentlicht: 22.11.2018

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Nicht ganz einverstanden

Ihrem Artikel über Trinkgeld möchte ich nur bedingt zustimmen. Es gibt Dienstleistungen, bei denen ein Trinkgeld üblich ist und ich auch gerne eines gebe (Friseur, Kellner usw.). Was ich nicht möchte: dass sich auch bei uns „amerikanische Verhältnisse“ einbürgern. Unser Ziel sollte es sein, dafür zu sorgen, dass ordentliche Gehälter bezahlt werden und der Mitarbeiter kein Bittsteller ist.

Nehmen wir Ihr Beispiel des Paketzustellers. Ich nehme an, dass Sie auch einem Postangestellten ein Trinkgeld geben. Wenn Sie sich die Gehälter der „Postvorstände“ anschauen und sehen, wie die Angestellten behandelt werden, ist das eine Katastrophe. Wollen wir das unterstützen? Ich höre von Wirten immer wieder, wenn es um die Bezahlung geht: „Sie bekommen ja noch das Trinkgeld.“

Dann gibt es noch jene Kunden, für die ein großzügiges Trinkgeld kein Problem ist; es gibt aber auch den kleinen Mann, der sich das nicht leisten kann und somit wieder Kunde 2. Wahl ist. Es wird ja schon Trinkgeld für Busfahrer (Ausflugsfahrten) gesammelt, wenn der Chef selber fährt – er wird wohl kalkulieren können!

Ich bin überzeugt, gerechter Lohn für jede Arbeit, auch für Dienstleister, muss das Ziel sein. Der Markt regelt das schon; zwar ein bisschen langsam, aber es werden den Wenigzahlern früher oder später die Mitarbeiter ausgehen.

Peter K.
Stanz bei Landeck