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Bestattung

Der letzte Weg

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Konsument 9/2003 veröffentlicht: 25.08.2003

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Genaue Kontrolle

Alle Bestatter unterliegen aufgrund ihres außergewöhnlichen Berufs strikten Standesregeln. Dazu zählt auch jene – eigentlich selbstverständliche – Klausel, die es dem Bestatter verbietet, den emotionalen Ausnahmezustand seiner Kundschaft zum geschäftlichen Vorteil auszunutzen. Gerade das kommt in einigen Fällen vor. Der Bestatter verrechnet Leistungen, die er entweder nicht erbracht hat oder die im Vorfeld nicht bestellt wurden. Eine genaue Prüfung der Rechnung ist daher in jedem Fall empfehlenswert.

Tipp: Lassen Sie sich dabei von einem Außenstehenden helfen. Dieser kann vermutlich leichter einen kritischen Blick darauf werfen und die Situation mit größerer Distanz beurteilen. Der Bestatter muss seinen Kunden eine detaillierte Rechnung über alle von ihm erbrachten Leistungen vorlegen. Sollte Ihnen dabei etwas unklar sein oder unseriös erscheinen, fragen Sie auf jeden Fall bei Ihrem Bestatter nach. Wenn das zu keiner Klärung führt, steht Ihnen noch der Weg der Beschwerde beim Fachverband der Bestatter oder den einzelnen Fachgruppen der Länder offen.

Große Preisunterschiede

Die Kosten sind von Bestatter zu Bestatter unterschiedlich. So kann eine als preisgünstig und schlicht beschriebene Bestattung von dem einen Unternehmen teurer sein als eine aufwendige Bestattung durch eine andere Beerdigungsfirma. Die Hinterbliebenen haben – und das ist vielen nicht bewusst – auf jeden Fall die Auswahl zwischen mehreren Betrieben. Beim Bestattungsgewerbe gibt es keinen Gebietsschutz wie beispielsweise bei den Rauchfangkehrern.

Heimvorteil

Dennoch wird oft der ortsansässige Bestatter zum Zug kommen: Einerseits sind die Hinterbliebenen – sowohl aus persönlichen als auch aus zeitlichen Gründen – nur in den seltensten Fällen dazu im Stande, einen Preisvergleich anzustellen, und andererseits ist das ansässige Beerdigungsunternehmen bereits seit vielen Jahren mit Friedhofsverwaltung, Kirche und den zuständigen Ämtern in Kontakt.

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