KONSUMENT.AT - Bestattung - Bestattung

Bestattung

Der letzte Weg

Seite 5 von 8

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 9/2003 veröffentlicht: 25.08.2003

Inhalt

Die wohl ausgefallenste Art, seinen letzten Weg zu gestalten, ist die Weltraumbestattung. Die Asche des Verstorbenen schwebt durch das All oder wird auf der Mondoberfläche zur letzten Ruhe gebettet. Außergewöhnlich ist allerdings auch der Preis: Zwischen 11.000 und 25.000 Euro kostet das Weltraumgrab (Informationen: www.celestis.com). Diese Varianten sind auch nach österreichischem Bestattungsrecht legitim. Und einen Vorteil haben sie: Es fällt keine Grabnutzungsgebühr an.

Gefallenes Monopol

Mit 1. August 2002 wurde die seit 1907 verpflichtend vorgeschriebene „Bedarfsprüfung“ für Bestattungsunternehmen vom Wirtschaftsministerium gestrichen. Dieses von Bundeshauptmannschaft und Land durchgeführte Verfahren garantierte den Bestattern de facto eine Monopolstellung. Durch die Änderung ist der Standort heute keine Frage mehr. Voraussetzungen für die Neugründung eines Bestattungsunternehmens sind nur noch die Bestatterprüfung und eine nachweisbare mehrjährige Erfahrung. Die derzeit rund 1000 österreichischen Betriebe werden künftig also mit Konkurrenz zu rechnen haben, die billigere Tarife und eine bessere Auswahl verspricht. Beispiele für die ersten Neugründungen sind das Bestattungsunternehmen „Pax“ (www.pax.at), das in Klagenfurt, Graz und Wien (derzeit in Planung) vertreten ist, sowie der Bestattungsbetrieb "Perikles“ ( www.bestattungwien.at ), der seit Juli in Wien ansässig ist. Ob die Auswirkungen nur positiv sind, wird sich wohl noch zeigen. „Aus der steigenden Zahl an Unternehmen resultiert eine stärkere Konkurrenz, die zu einer Pietätlosigkeit im Gewerbe führen könnte“, sorgt sich Eduard Schreiner, Obmann des Fachverbandes der Bestatter, und erklärt weiter: „Ebenso kann es zu Regelverstößen gegen das landesweite Werbeverbot kommen.

Werbung verboten

Bestattern ist die Zuhilfenahme von Werbemitteln aller Art ebenso untersagt wie das unaufgeforderte Aufsuchen der Hinterbliebenen.“ Nur auf ausdrücklichen Wunsch darf der Auftrag zur Durchführung von Bestattungsleistungen auch außerhalb des Bestattungsunternehmens entgegengenommen werden. An den Werberichtlinien der Branche wird derzeit noch gefeilt.

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen