KONSUMENT.AT - Billige Produkte aus Nicht-EU-Ländern - Einfuhrumsatzsteuer zu entrichten

Billige Produkte aus Nicht-EU-Ländern

Zusätzliche Steuer

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KONSUMENT 7/2021 veröffentlicht: 24.06.2021

Inhalt

Mit 1. Juli 2021 entfällt die Steuer-Freigrenze für den Import von Sendungen aus Nicht-EU-Ländern mit einem Warenwert unter 22 Euro. Bisher musste für Sendungen unter dieser Grenze keine Einfuhrumsatzsteuer bezahlt werden.

Das ändert sich mit Anfang Juli. Dann ist grundsätzlich für jede importierte Sendung ab dem ersten Cent Warenwert Einfuhrumsatzsteuer zu bezahlen. So werden alle Online-Bestellungen gleich besteuert, egal woher die Produkte kommen.

Schutz der heimischen Wirtschaft

Denn auch der Kunde, der in Österreich oder einem anderen EU-Land einkauft, muss für die Ware Umsatzsteuer bezahlen. Durch die neue Regelung soll die heimische Wirtschaft geschützt werden. Das Finanzministerium verspricht sich davon – neben Mehreinnahmen – Fairness für den österreichischen Handel.

Waren aus Nicht-EU-Ländern waren durch diese Steuerfreigrenze gegenüber Waren aus der EU bevorzugt. Der Missbrauch der Einfuhrsteuerbefreiung führte zu einem unlauteren Wettbewerb. Gerade aus Asien würden auffällig oft Pakete mit einem Wert unter 22 Euro versendet, heißt es aus dem Ministerium. Viele ausländische Online-Versandhändler nutzten demnach die Freigrenze für Mehrwertsteuerbetrug.

Durch die neue Regelung soll damit Schluss sein. Sie dürfte vor allem den Handel mit billigen Produkten aus China treffen. Detaillierte Informationen finden Sie auf www.bmf.gv.at/themen/zoll/post-internet/FAQs-E-Commerce .

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