KONSUMENT.AT - Bio-Hühnerfarm: Reportage - Futter aus Bio-Landwirtschaft

Bio-Hühnerfarm: Reportage

Wo Hühner kuscheln

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KONSUMENT 6/2011 veröffentlicht: 25.05.2011

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Natürlich aufgewachsen

Konventionelle Masthühner werden auf extreme Fleischleistung gezüchtet: Nach ca. 5 Wochen haben sie das Schlachtgewicht von 1,7 kg erreicht. Biologische Freilandhühner dagegen wachsen auf natürliche Weise und daher langsamer. Die Mastperiode dauert neun bis elf Wochen, also etwa doppelt so lange wie bei der herkömmlichen Hühnerhaltung. Durch die Bewegung sind die Knochen kräftiger und das Fleisch besser durchblutet. Das macht sich an der Farbe, in der Fleischqualität und vor allem im Geschmack bemerkbar.

Futter aus biologischer Landwirtschaft

Bio-Hennen bekommen grundsätzlich nur Futter aus biologischer Landwirtschaft, das zusätzlich gentechnikfrei sein muss. "Unser Futter besteht zum Teil aus eigenem und teils aus zugekauftem biologischen Getreide. Den Unterschied merkt man am Geruch im Stall – in einem herkömmlichen Hühnerstall liegt ein beißender Geruch nach Ammoniak in der Luft."

Sobald die Temperaturen ansteigen, trauen sich die Hühner hinaus ins Freie. Dann ist Asta, die Hofhündin gefragt. "Sie hilft uns abends, die Tiere wieder in den Stall zu treiben, bevor die Füchse oder Iltisse aus dem nahe gelegenen Wald kommen." Frau Bieregger ergänzt, dass sie auf der großen Wiese vor dem Stall noch Bäume anpflanzen wird. "Die Hühner suchen gerne unter Bäumen oder Sträuchern Schutz."

Seit 200 Jahren im Besitz der Familie

Während die Bio-Bäuerin mir den zweiten Stall zeigt, erzählt sie vom Familienbetrieb: gemeinsam mit ihrem Mann, den Schwiegereltern und ihren neun Kindern bewirtschaftet sie den Hof, der seit 200 Jahren im Besitz der Familie ist: "Die Kinder sind uns eine große Hilfe – beim Hendleinfangen oder Stallausräumen packen sie ordentlich mit an."

Außer den Hühnern gibt es bei den Biereggers noch einen Hund, Katzen, Enten und Ziegennachwuchs. Als ich einen Blick in den Ziegenstall werfe, sehe ich zwei neugeborene Zicklein um ihre Eltern herumstaksen. Auch Obst und Gemüse werden am Hof angebaut: Holunder, Himbeeren, Austernpilze, Shiitake-Pilze. "Früher haben wir mehr davon verkauft, aber seit wir die Hendln haben, bleibt keine Zeit mehr."

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