Bio-Hühnerfarm: Reportage

Wo Hühner kuscheln

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KONSUMENT 6/2011 veröffentlicht: 25.05.2011

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Ständiger Überlebenskampf

Die frisch geschlüpften Küken werden von einer Brüterei geliefert und sind nur einige Wochen lang auf dem Hof, bevor sie zum Schlachten abgeholt werden. Die Tiere und vor allem der Kot müssen regelmäßig kontrolliert werden. "Es muss immer jemand da sein. Ein gemeinsamer Urlaub geht sich für uns nur für drei Wochen im Sommer aus, wenn wir gerade keine Hühner haben."

Erst seit die Firma Hofer mit der Bio-Linie "Zurück zum Ursprung" zu ihren Abnehmern zählt, zahlt sich das Geschäft für die Familie Bieregger aus. "Es ist ein ständiger Kampf zwischen dem Anstieg der Futterpreise und nachhinkenden Hühnerpreisen. Die Kosten sind oft höher als der Verdienst."

Regelmäßige Kontrollen

Trotzdem ist die Bäuerin von ihrer Arbeit überzeugt und profitiert von ihrer Erfahrung als Krankenschwester: "Vorbeugender Einsatz von Antibiotika oder Antiparasitenmitteln ist in der biologischen Landwirtschaft verboten. Da ich auch nicht viel von Impfungen halte, setze ich lieber Kräutermischungen gegen Durchfall und Homöopathie gegen Kokzidiose ein."

Die strengen Bio-Richtlinien werden regelmäßig von Kontrolloren überprüft; zusätzlich müssen Biobauern einige Stunden Fortbildung pro Jahr besuchen. Beim Abschied hat Frau Bieregger noch einen Wunsch: "Hoffentlich hilft Ihr Artikel, das Bewusstsein für Bio-Produkte noch zu stärken!"

Maximal zehn Hennen teilen sich einen Quadratmeter - zusätzlich gibt es vier Quadratmeter Auslauf (Bild: Blazek) 
Maximal zehn Hennen teilen sich einen Quadratmeter, zusätzlich ist ein Auslauf von vier Quadratmeteren vorgesehen. (Bild: Bieregger)

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