KONSUMENT.AT - Delikatessen per Luftfracht - Nur für exquisite Güter attraktiv

Delikatessen per Luftfracht

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Konsument 9/2010 veröffentlicht: 19.08.2010

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Nur für exquisite Güter attraktiv

Im Jargon der Luftfrachtbranche heißen die leicht verderblichen Waren „Perishables“. Frische australische Rindersteaks, kanadischer Hummer und thailändisches Zitronengras zählen dazu. Neben diesen edlen Exoten werden auch pflanzliche Produkte, die hierzulande gerade keine Saison haben, im Bauch der Düsenflieger von der südlichen in die nördliche Hemisphäre verfrachtet. Schließlich will der Lebensmittelhandel neben tropischen auch saisonabhängige Waren ganzjährig zur Verfügung stellen. So landen in den Wintermonaten etwa Erdbeeren und Zuckerschoten aus Ägypten, Mangos aus Peru, Heidelbeeren und Spargel aus Chile auf den europäischen Flughäfen.

Frankfurt am Main und Amsterdam-Schiphol

Die großen Drehscheiben für Luftfracht innerhalb der EU sind die Flughäfen Frankfurt am Main und Amsterdam-Schiphol. Aber auch auf vergleichsweise kleineren Airports wie Wien-Schwechat gibt es einige Spediteure, die sich auf Lebensmitteltransporte spezialisiert haben. Franz Stastny ist einer von ihnen. Mit seinen drei Lastern beliefert er wöchentlich unter anderem den Wiener Naschmarkt und den Großgrünmarkt Inzersdorf mit rund 25 Tonnen Frischgemüse und Frischfisch.

"Belly Freight"

Übrigens: Nur 15 bis 20 Prozent der Luftfrachtgüter werden in reinen Frachtflugzeugen transportiert. 80 bis 85 Prozent fliegen als sogenannte „Belly Freight“ im Unterdeck von Passagierjets mit. Für die Airlines ist die Frachtzuladung häufig ein lukratives Zusatzgeschäft, das dazu beitragen kann, unprofitable Passagierrouten wirtschaftlich rentabel zu machen.

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