KONSUMENT.AT - Faire Rosen - Soziale und ökologische Standards

Faire Rosen

Internationaler Frauentag

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veröffentlicht: 08.03.2016

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Soziale und ökologische Standards

"Bei Fairtrade geht es in erster Linie um die Menschen", erklärt Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich. "Wir setzen uns gegen ausbeuterische Kinderarbeit oder die Diskriminierung von Frauen ein." Die vorgeschriebenen Sozialanforderungen basieren auf den ILO-Richtlinien (International Labour Organization) und beinhalten auch die Zulassung einer eigenständigen und unabhängigen Vertretung der Beschäftigten.

Aber auch Maßnahmen zum Schutz der Umwelt wie die Reduzierung von Pestiziden werden umgesetzt: Eine detaillierte Auflistung von Sicherheitsvorschriften speziell für die Blumen- und Pflanzenproduktion schränkt den Verbrauch von Agro-Chemikalien ein und untersagt den Einsatz von verbotenen Pestiziden. Die Arbeitskräfte verwenden teilweise einen biologisch-organisch-mechanischen Pflanzenschutz.

"Da es ganz ohne Chemikalien nicht geht, werden die Mitarbeiter im Umgang damit geschult und bekommen Schutzkleidung, die europäischen Standards entsprechen" räumt Kirner ein. Es würden jedoch "milde" chemische Pflanzenschutzmittel eingesetzt.

Kostbares Wasser

Auch der Wasserverbrauch ist in Ländern wie Tansania oder Kenia ein großes Thema: Fairtrade-Blumenfarmen sind aufgefordert, die Pflanzen so wassersparend wie möglich zu bewässern, was durch den Einsatz spezieller Bewässerungsanlagen (Tröpfchenbewässerung) oder durch eine Erde mit starker Speicherfähigkeit ermöglicht wird.

Zudem werden Wasserreservoirs, große Wasserspeicher oder eine biologische Wasseraufbereitung verwendet. "Auf der Mount Meru Farm in Tansania wird das gesamte Abwasser durch eine biologische Kläranlage geführt und somit hundertprozentig wiederaufbereitet", so Kirner.

Fair muss nicht teurer sein

Das Geschäft mit den fair gehandelten Rosen blüht: Bereits 30 Prozent der in Österreich verkauften Rosen tragen das Fairtrade-Gütesiegel. Wer glaubt, Rosen mit dem Fairtrade-Gütesiegel seien unerschwinglich, irrt: Fair gehandelte Blumen sind kaum teurer als konventionell produzierte Blumen.

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