KONSUMENT.AT - Friedhofsgebühren - Beispiel Wien

Friedhofsgebühren

Ewige Ruhe zu stolzen Preisen

Seite 2 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 2/2012 veröffentlicht: 18.01.2012

Inhalt

Beispiel Wien

Bei unseren Ausführungen beschränken wir uns auf  Wien, aus dem einfachen Grund, weil jedes Bundesland ein eigenes Leichen- und Bestattungsgesetz hat. So sind etwa nächste Angehörige in Wien im Unterschied zu anderen Bundesländern nicht per Gesetz verpflichtet, sich um das Begräbnis eines Familienmitglieds zu kümmern und für die Kosten aufzukommen.

800 „Armenbegräbnisse"

Das ist mit ein Grund, dass in Wien pro Jahr immerhin etwa 800 „Armenbegräbnisse" – offizielle Bezeichnung: Begräbnis auf Anordnung der Sanitätsbehörde – durchgeführt werden. Ein einfacher Weg, um Kosten zu sparen, ist das freilich nicht. Die Stadt Wien versucht nach § 19 des Wiener Leichen- und Bestattungsgesetzes, sich die Kosten aus der Verlassenschaft des Verstorbenen zurückzuholen.

Bestattungs- und Friedhofskosten

Über alle Landesgrenzen hinweg ist gleich, dass grundsätzlich zwischen Bestattungs- und Friedhofskosten unterschieden werden muss. Beim Bestattungsunternehmen können Sie in Auftrag geben, wie Sie die letzte Verabschiedung wünschen: ob einfach oder mit Pomp. Sie können zwischen Feuer- und Erdbestattung, zwischen Fichten- und Eichensarg wählen. Sie können im Übrigen auch ganz auf eine Abschiedsfeier verzichten. Das wäre die billigste, wenngleich unüblichste Variante.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
9 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Grabgebühren am Land
    von movinC am 11.02.2012 um 06:23
    Zum Kommentar von Hueher ist anzumerken, dass die 18€ pro Jahr oder 180€ für 10 Jahre auch in der Steiermark auf vielen Pfarrfriedhöfen gelten. Das ist aber der absolute Minimumtarif den die Diözese vorschreibt, damit die Friedhöfe nicht Defizite ansammeln, und gilt auch nur für eine Grabstelle. Für ein Doppelgrab, häufig bei Familiengräbern der Fall, ist das doppelte zu bezahlen. Teuer ist für die Friedhöfe vor allem die Müllentsorgung und die allgemeine Friedhofpflege. Bei kleinen Friedhöfen am Land, die kaum Gebäude zu erhalten haben und wo die Leute es akzeptieren, dass im Winter nur die Hauptwege freigehalten und gestreut werden, die Leute die Mülltrennung einigermaßen einhalten und wo keine Toilettenanlagen gepflegt werden müssen (oder sich diese im Pfarrhof befinden), verbunden mit einer recht guten Zahlungsmoral, halten sich die Fixkosten soweit in Grenzen, dass recht günstige Grabgebühren angeboten werden können. Erfahrungsgemäß verschwinden all diese Vorteile, je größer der Friedhof und je städtischer die Umgebung und Grabinhaber sind. Die genannten Gebühren in Wien sind allerdings doch sehr hoch, wir kennen aber ganzen Gebührenkatalog nicht. Grabplattenbedeckungen, soweit überhaupt erlaubt, Grüfte und mitunter auch Randgräber können auch am Land teurer sein.
  • Jedenfalls, die Wiener Friedhöfe sind das teuerste in Österreich !!
    von Hueher am 06.02.2012 um 12:10
    ich kann eigentlich nicht verstehen, warum MUß man im 10 Jahres Rythmus bezahlen?? Ich bin Pensionist, habe eine kleine Pension und wenn der termin dann ist, muß+soll ich auf einem Schlage, wie zuletzt vor einiger Zeit, € 1250,- hinlegen??!! Anders darf man nicht bezahlen!! In Kärnten ( Wolfsberg zB.) kostet ein gleichwertiges Grab, pro Jahr "nur" 18,-€ !!!???!!! das sind dann so um die € 180,- / 190,- pro 10 Jahre............ Wer kann mir nun erzählen, warum in Wien diese hohen Summen bestehen???? Unser familiengrab besteht seit mehr als 100 Jahren am Zentralfriedhof, und warum muß man für soetwas derartig viel bezahlen????? Da lobe ich mir eine Bestattung in Thailand, wo dieses gratis ist, und nur mit Spenden an die Mönche des Klosters zu bezahlen ist........eine Feuerbestattung mit Urne !