KONSUMENT.AT - Friedhofsgebühren - Rechte und Pflichten

Friedhofsgebühren

Ewige Ruhe zu stolzen Preisen

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KONSUMENT 2/2012 veröffentlicht: 18.01.2012

Inhalt

Rechte und Pflichten

Wie setzt sich das Grabentgelt zusammen? Grundsätzlich aus zwei Posten, der Bereitstellungsgebühr und dem Erwerb auf 10 Jahre. Das gilt für ein Erdgrab. Entscheiden Sie sich für eine Gruft, so beträgt die Bindungszeit mindestens 30 Jahre, was die Kosten sogleich in die Höhe treibt. Das wirkt abschreckend – und soll es auch, damit die Friedhöfe nicht zu Steinwüsten verkommen. Beim Erwerb zu Lebzeiten kommt außerdem ein Lebzeitenzuschlag hinzu.

Der sogenannte Benützungsberechtigte eines Grabes hat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. So obliegt ihm die gärtnerische Ausgestaltung des Grabs und unter anderem auch, die Standsicherheit des Grabsteins regelmäßig zu prüfen. Auch hier entstehen Kosten. Kosten, die entfallen, so er sich für ein Baum- oder Strauchgrab entscheidet, was wiederum nicht überall, aber etwa auf dem Friedhof Simmeringer Feuerhalle möglich ist.

Deckplatte mitnehmen

Und Herr Schmidt? Wie ging es bei ihm weiter? Kurze Zeit spielte er mit dem Gedanken, das Grab seiner Frau aufzulassen. Doch davon ist er schnell wieder abgekommen. Nun hat er entschieden, die Deckplatte vom Grab zu nehmen – was die laufenden Kosten erheblich senkt.

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Kommentare

  • Grabgebühren am Land
    von movinC am 11.02.2012 um 06:23
    Zum Kommentar von Hueher ist anzumerken, dass die 18€ pro Jahr oder 180€ für 10 Jahre auch in der Steiermark auf vielen Pfarrfriedhöfen gelten. Das ist aber der absolute Minimumtarif den die Diözese vorschreibt, damit die Friedhöfe nicht Defizite ansammeln, und gilt auch nur für eine Grabstelle. Für ein Doppelgrab, häufig bei Familiengräbern der Fall, ist das doppelte zu bezahlen. Teuer ist für die Friedhöfe vor allem die Müllentsorgung und die allgemeine Friedhofpflege. Bei kleinen Friedhöfen am Land, die kaum Gebäude zu erhalten haben und wo die Leute es akzeptieren, dass im Winter nur die Hauptwege freigehalten und gestreut werden, die Leute die Mülltrennung einigermaßen einhalten und wo keine Toilettenanlagen gepflegt werden müssen (oder sich diese im Pfarrhof befinden), verbunden mit einer recht guten Zahlungsmoral, halten sich die Fixkosten soweit in Grenzen, dass recht günstige Grabgebühren angeboten werden können. Erfahrungsgemäß verschwinden all diese Vorteile, je größer der Friedhof und je städtischer die Umgebung und Grabinhaber sind. Die genannten Gebühren in Wien sind allerdings doch sehr hoch, wir kennen aber ganzen Gebührenkatalog nicht. Grabplattenbedeckungen, soweit überhaupt erlaubt, Grüfte und mitunter auch Randgräber können auch am Land teurer sein.
  • Jedenfalls, die Wiener Friedhöfe sind das teuerste in Österreich !!
    von Hueher am 06.02.2012 um 12:10
    ich kann eigentlich nicht verstehen, warum MUß man im 10 Jahres Rythmus bezahlen?? Ich bin Pensionist, habe eine kleine Pension und wenn der termin dann ist, muß+soll ich auf einem Schlage, wie zuletzt vor einiger Zeit, € 1250,- hinlegen??!! Anders darf man nicht bezahlen!! In Kärnten ( Wolfsberg zB.) kostet ein gleichwertiges Grab, pro Jahr "nur" 18,-€ !!!???!!! das sind dann so um die € 180,- / 190,- pro 10 Jahre............ Wer kann mir nun erzählen, warum in Wien diese hohen Summen bestehen???? Unser familiengrab besteht seit mehr als 100 Jahren am Zentralfriedhof, und warum muß man für soetwas derartig viel bezahlen????? Da lobe ich mir eine Bestattung in Thailand, wo dieses gratis ist, und nur mit Spenden an die Mönche des Klosters zu bezahlen ist........eine Feuerbestattung mit Urne !