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Fußballklubs, Schattenarbeit, VOR neu ...

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KONSUMENT 10/2016 veröffentlicht: 29.09.2016, aktualisiert: 26.01.2017

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Arbeitsplatzvernichtung

Seit kurzem werden auch bei Merkur in der Hütteldorfer Straße 130a, 1140 Wien, sogenannte „Kassomaten“ eingesetzt. Sprich: Der Kunde wird im Schnellverfahren von einer Kassiererin eingeschult, muss die Waren dann selbst über den Scanner ziehen, die Waren abwiegen, einen eventuellen Rabatt richtig einscannen und am besten bargeldlos mit Karte bezahlen. Der Kunde soll also selbst bei seinem Einkauf die komplette Arbeit eines Kassiers verrichten, bekommt dafür aber keinerlei Bonus, sondern spart lediglich dem REWE-Konzern Personalkosten und maximiert dessen Gewinn!

Wie zu beobachten ist, herrscht totales Chaos speziell bei älteren KundInnen, die mit der Selbstbedienungskassa schlichtweg überfordert sind. Bei einer einzigen noch mit einem Mitarbeiter besetzten Kassa bilden sich regelmäßig lange Schlangen, und großer Unmut macht sich unter den KundInnen breit. Vielleicht finden sich genug Kunden, die sich gerne im Supermarkt als Hobby-Kassiere betätigen möchten. Ich und viele andere KäuferInnen gehören sicher nicht dazu, wie deren ablehnende Reaktionen beweisen.

Bleibt zu wünschen, dass zahlreiche Kunden Supermärkte mit Kassomat-System als Arbeitsplatzvernichtungsmaschine boykottieren. In diesen Fällen kann man die von der Politik angedachte „Maschinensteuer“ für Supermärkte mit Selbstbedienungskassen nur befürworten!

Karin M.
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