KONSUMENT.AT - Garnelen - Positive Ansätze

Garnelen

Umstrittene Delikatesse

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KONSUMENT 9/2015 veröffentlicht: 27.08.2015

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Positive Ansätze

Die thailändische Regierung hat ein Gütesiegel für Garnelen entwickeln lassen, das Aquakulturen in Mangrovengebieten sowie die Verwendung von verbotenen Arzneimitteln und Chemikalien untersagt. Auch Unternehmen wie Costa, Paulus oder Ristic gehen andere Wege und setzen auf ökologische Produktionsbedingungen. Die deutsche Stiftung Warentest besuchte drei Aquakulturen dieser Anbieter in Ecuador, Honduras und Thailand, wo ein hohes Umweltbewusstsein zu spüren war.

Die Vorteile von Bio-Garnelen

Bio-Farmen orientieren sich an den Richtlinien von Naturland, einem weltweit aktiven Verband für ökologischen Landbau. Er schreibt die natürliche Fortpflanzung der Garnelen und das Aufforsten von Mangrovenbäumen vor.

Erfreulicherweise haben mittlerweile viele Länder die Rodungen verboten und Wiederaufforstungsprogramme in Gang gebracht. Bio-Garnelen sind rund 35 Prozent teurer als konventionelle Garnelen. Die Aufzucht gestaltet sich aufwendiger, weil weniger Larven in ein Becken kommen. Biofutter kostet zudem mehr als übliches Futter und Umweltverbände verlangen umfangreiche Naturschutzmaßnahmen.

Yuu'n Mee: Kooperation mit WWF

Auch das österreichische Unternehmen Yuu'n Mee setzt auf ökologischen Anbau: Mithilfe des "Good Aquaculture Practice"-Programms der thailändischen Regierung setzt Yuu’n Mee nachhaltiges Aquakultur-Management um.

Zudem ist die Firma eine Kooperation mit dem WWF eingegangen: Mit dem Kauf von Yuu'n Mee Produkten unterstützen Konsumenten das WWF-Projekt für nachhaltigen Fischfang im Korallendreieck im indopazifischen Ozean – der artenreichsten Meeresregion der Erde. Der Tracking Code garantiert die lückenlose Rückverfolgung der Herkunft. Mit der Black Tiger Bio Garnele bietet Yuu'n Mee zudem die erste Garnele mit Austria Bio Garantie an.

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Kommentare

  • Ich kenne viele Garnelenzüchtungen in Thailand, sind aber sicher NICHT BIO, sondern sehr schlimm !
    von Hueher am 31.08.2015 um 18:56
    Es wird in Europa dem Konsumenten vorgegaukelt etwas von "Bio-Garnelen Zucht", das ist Schwachsinnig! Es werden Unmengen von irgendwelchen Futtermitteln verteilt, das überprüft niemand! Ich lebe sehr lange Zeit in Thailand, kenne die Küstengebiete und deren Zuchtteiche, es stinkt zum Himmel dort. Nach ein paar jahren werden die Zuchtbecken aufgelassen und neue angelegt, weil....., dort der gesammte Boden verseucht von Chemie wurde. Wenn man die leeren Becken sieht kommt das Grauen hoch, auf lange Jahre wird dort nichts mehr wachsen oder gedeien, und das sind teilweise Naturschutzgebiete,bzw. Nationalparks vorher gewesen, nachher eine Mondlandschaft!! Wenn man diese Bilder sieht, ißt man keine Zuchtgarnelen mehr............. Ich bevorzuge, wenn, dann nur solche die vom Fischer im offenem Meer gefangen wurden. Leider werden die Fänge hier in Thailand immer weniger, dank der Überfischung! Das Fleisch einer im Meer lebenden Garnele ist fleischiger und fester, das Fleisch einer Zuchtgarnele ist eher matschig. Ich kaufe in Österreich keine Garnelen mehr, man sollte der Zucht-chemie keinen Beitrag leisten................. Alles was aus Zucht kommt, ob Huhn, Fisch( Pangasius )oder Garnele, sämtliches ist fraglich geworden, zumindestens Fisch oder garnelen aus dem asiatischen Raum!