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Handy-Sperre

tele.ring

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Konsument 4/2004 veröffentlicht: 17.03.2004

Inhalt

Rechtswidrige Vorgangsweise

So kam sie ins VKI Info-Center. Unsere Beraterin ließ sich die Sache schildern und meinte abschließend: „So sang- und klanglos darf der Netzbetreiber Ihnen nicht das Handy sperren. Laut Gesetz muss er erst ein Mahnschreiben schicken, in dem er eine Nachfrist von 14 Tagen setzt.“ Das war im Fall von Frau Nemcova nicht passiert. Sie wurde erst nachträglich informiert, als ihr Mobiltelefon schon gesperrt war.

Seltsame Rechtsauffassung

Wir waren der Ansicht, dass Frau Nemcova eine Entschädigung zusteht. Schließlich wurde sie nicht rechtzeitig von der Sperre informiert. In diesem Sinne schickten wir ein Fax an tele.ring. Dort verwies man auf die Geschäftsbedingungen. Die sehen vor, dass Telering nur bei ordnungsgemäßer Abwicklung des Bankeinzugsauftrages eine Leistung erbringen muss.

Immerhin sagte man der Kundin eine Gutschrift von 20 Euro zu. Wir halten die blitzartige Sperre dennoch für rechtlich nicht in Ordnung. Frau Nemcova offenbar auch nicht. Sie hat ihren Vertrag mit tele.ring zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt.

Namen betroffener Konsumenten wurden von der Redaktion geändert.

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