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Hotel-Gruppen: Ethik-Test

Wenig Sterne für Hilton & Co

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Konsument 3/2011 veröffentlicht: 14.02.2011

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Hotel-Gruppen: Kurzbeschreibungen

Die Reihung erfolgt nach unseren Testergebnissen:

Accor (Mercure, Ibis, Novotel)

Die französische Gruppe sieht sich als Marktführer in Europa und führt auch das Ethik-Ranking an. Erfolgreiche Energieeinsparungen (20 % binnen Jahresfrist), bestes Umweltmanagement-System. Schulungsprogramme zur
Aids-Prävention und gegen Kinderprostitution.

Sol Meliã  (Sol Hoteles, Meliã)

Marktführer in Spanien, der Karibik und Lateinamerika (Eigenangabe). Ist unter den vier spanischen Hotelgruppen eindeutig am besten aufgestellt. Einziges Unternehmen mit einem Sozialmanagement-System; Zertifizierung als Biosphärenhotel; Hotel in Mallorca mit Erdwärme-Nutzung.

Marriott (Marriott, The Ritz-Carlton)

Einzige Gruppe, die mehr als den Mindestlohn bezahlt; genießt guten Ruf als Arbeitgeber auch wegen ihrer Sozialleistungen. Richtlinien für spezielle Nahrungsbedürfnisse (Diäten). Hervorzuheben auch die Schulungen und Anreizsysteme für das Personal.

Carlson (Radisson, Park Plaza)

Die US-Gruppe aus Minneapolis zeigt eher geringes Engagement, bietet auch wenig Information auf ihrer Homepage. Die Hotels unternehmen dennoch recht ordentliche Anstrengungen, vor allem im Bereich Umwelt.

IHG InterContinental Hotels Group
(InterContinental, Crowne Plaza, Holiday Inn)

Die britische IHG bezeichnet sich als weltgrößte Hotelgruppe nach Anzahl der Zimmer (540.000). Gehört zum breiten Mittelfeld im Test. Als einzige konnte sie dank guter Werte bei den Arbeitsbedingungen die Bestnote A für den Umgang mit dem Personal erzielen.

Starwood (LeMeridien, Sheraton)

Der letzte Vertreter des Mittelfeldes, mit stark schwankenden Ergebnissen in den einzelnen Bereichen. Im Umweltbereich teilt er sich den Spitzenplatz mit Accor; umfassende Maßnahmen zur Senkung des Wasserverbrauches. Schwach in der Kundenorientierung.

Barceló

Die zweite spanische Hotelgruppe weist schon erheblichen Abstand zum Mittelfeld auf. Positiv hervorzuheben das Trainingsprogramm im Umweltbereich und die klaren Richtlinien zur Unterbindung der Kinderprostitution (auf Mallorca).

Hilton (Waldorf Astoria)

Konkurriert mit IHG um die Weltmarktführerschaft, landet im Ethik-Ranking allerdings weit abgeschlagen. Kann zwar auf recht eindrucksvolle Politik, teilweise auch Programmatik (Umweltbereich) verweisen, in der Praxis allerdings durchwegs schwach.

Iberostar

Die spanische Gruppe zeigte sich zwar kooperationsbereit, doch die Auskünfte waren ausgesprochen mager, sodass die meisten Daten über öffentlich zugängliche Quellen gesammelt werden mussten. Positiv: Trainingsprogramme in Umweltfragen.

Riu

Die spanische Gruppe (Hälfteeigentümer ist der TUI-Konzern) ist klares Schlusslicht. Hat als einzige die Kooperation verweigert. Kein nennenswertes Engagement, daran kann auch das Vorliegen eines Nachhaltigkeitsreports nichts ändern.

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