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Jeans im Qualitätstest

Außenseiter am ersten Platz, Nobelmarken abgeschlagen

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Konsument 2/2002 veröffentlicht: 01.02.2002

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Kontrolle: Wird die Einhaltung der Sozialstandards systematisch überprüft und wenn ja, von wem – durch Angestellte des Unternehmens oder durch unabhängige Dritte? In welcher Form wird die Öffentlichkeit informiert?

Viele Verweigerungen bei der Überprüfung

Das Ergebnis dieser Überprüfung ist nicht gerade erfreulich: Nur 5 der 15 kontaktierten Unternehmen hatten Interesse und boten wenigstens ein bisschen Information über ihr soziales Verhalten.
Der Rest verweigerte eine Teilnahme, und es waren auch über andere Kanäle keine ausreichenden Informationen zu bekommen. Oder gar keine: Zu diesen besonders krassen Fällen zählen so schillernde Marken wie Replay oder Versace, aber auch der österreichische Jeans-Anbieter Blaumax. Trussardi stellt einen Spezialfall dar. Der kleine Mailänder Familienbetrieb zeigte sich zwar auskunftsbereit, hat aber keinerlei konkrete Schritte zu einem sozialen Verhalten unternommen.
Etwa gleichauf liegen Hennes & Mauritz sowie Levi Strauss im Ethik-Ranking voran. Aber selbst sie erfüllen die Kriterien nur zur Hälfte. Einzig Levi Strauss kann auf einen Code of Conduct verweisen, der alle ILO-Normen beinhaltet, H&M deckt wenigstens die fünf Kernnormen ab. Eine Reihe weiterer Hersteller hat zwar einen Kodex aufgestellt, der ist allerdings nicht sehr ehrgeizig ausgefallen.