KONSUMENT.AT - Jeanshersteller im Ethik-Test - Kurzbeschreibungen

Jeanshersteller im Ethik-Test

Hosen runter!

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KONSUMENT 7/2011 veröffentlicht: 15.06.2011, aktualisiert: 29.08.2011

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Im Folgenden Kurzbeschreibungen der getesteten Jeanshersteller; Details finden Sie in der Tabelle.

1 - H&M 2 - Zara 3 - Jack & Jones

Die schwedische Handelskette ist auch unter den Jeansherstellern die Nummer 1 in Sachen CSR. Sehr gute Unternehmenspolitik, sie wird auch gut kommuniziert. Doch in der Praxis zeigen sich Mängel: übermäßige und schlecht bezahlte Überstunden, keine Arbeitsverträge für Zeitarbeiter.

Starke Maßnahmen im Sozialbereich, wenn auch inadäquate Kontrollmöglichkeiten. Umweltpolitik erst in der Entwicklung, schwache Arbeitsplatzkontrollen. Februar 2011: 300 Arbeiter in Kambodscha wurden ent­lassen, als sie Lohnerhöhungen gefordert hatten.

Gehört zu Bestseller, einem dänischen Familienunternehmen. Gute Unternehmenspolitik findet auch in konkreten Maßnahmen im Sozialbereich ihren Niederschlag. 2006/2007 gab es jedoch eine Kampagne gegen Arbeiter einer türkischen Fabrik, die sich organisieren wollten.

4 - Levi's 5 - Nudie Jeans 6 - G-Star Raw

Die Traditionsmarke könnte weiter vorne liegen, doch die restriktive Informationspolitik hat ein besseres Resultat verhindert. Positiv hervorzuheben sind konkrete Maßnahmen im Sozialbereich (z.B. Information der Beschäftigten) und die Oeko-Tex-Zertifizierung.

Das schwedische Unternehmen kooperiert mit der Fair Wear Foundation, es gibt aber keine Dokumentation. Bevorzugt Bio-Baumwolle und GOTS-zertifizierte Stoffe, aber die Produk­tion wird unzureichend überwacht. In italienischem Werk wird nach wie vor sandgestrahlt.

Erfolge bei der Einhaltung der ILO-Mindeststandards. Aber unzureichendes internes Managementsystem. Großer Verbesserungsbedarf beim Abfallmanagement.

7 - 7 for all mankind 8 - Lee 9 - Wrangler

Mutterkonzern VF Corporation (USA) verpflichtet sich zu CSR, aber es gibt nur eher vage Bekenntnisse auf Konzern­ebene, über die Marken sind keine Infos verfügbar. Der letzte CSR-Report stammt aus 2005. In einer Fabrik wurden Anzeichen von Sandstrahlbehandlung gefunden.

Mutterkonzern VF Corporation (USA) verpflichtet sich zu CSR, aber es gibt nur eher vage Bekenntnisse auf Konzern­ebene, über die Marken sind keine Infos verfügbar. Der letzte CSR-Report stammt aus 2005. Ende 2010: 25 Tote bei Brand in einer Fabrik in Bangladesch.

Mutterkonzern VF Corporation (USA) verpflichtet sich zu CSR, aber es gibt nur eher vage Bekenntnisse auf Konzern­ebene, über die Marken sind keine Infos verfügbar. Der letzte CSR-Report stammt aus 2005. Proteste wegen ethisch bedenklicher Werbung.

10 - KiK 11 -  Hugo Boss 12 - Kuyichi

Immer wieder negative Meldungen (schlechte Arbeitsbedingungen, Ausspionieren von Arbeitskräften). Im Vorjahr hat KiK erstmals Fehler eingeräumt und bemüht sich seither um Imageverbesserung. Bekennt sich zu CSR-Grundsätzen, bleibt aber Details und Nachweise schuldig.

Das deutsche Bekleidungs­unternehmen verpflichtet sich zu CSR-Grundsätzen. Details betreffend die Umsetzung fehlen aber zur Gänze. Sowohl über das eigene Unternehmen als auch über die Wertschöpfungskette existieren keine öffentlich zugänglichen Informationen.

Auch das zweite niederländische Unternehmen arbeitet mit Made-By zusammen. Hat aber auf unsere Anfrage nicht einmal reagiert. Auch sonst sind keine Details über die CSR-Politik und deren Umsetzung zugänglich. Einzig der Einsatz von Bio-Baumwolle wird öffentlich deklariert.

13 - Diesel

Von der italienischen Designer-Marke ist so gut wie nichts bekannt, weil sie sich beim Thema CSR sehr verschlossen gibt. Bekennt sich auch nicht öffentlich zum Verbot des Sandstrahlverfahrens, soll aber einen Ausstieg planen.

   

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