KONSUMENT.AT - Jö-Bonusclub, Musik im Supermarkt, Plastikmüll, Wasseraufbereitung ... - Plastikverpackungen bei Obst und Gemüse 9/2019

Jö-Bonusclub, Musik im Supermarkt, Plastikmüll, Wasseraufbereitung ...

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KONSUMENT 10/2019 veröffentlicht: 26.09.2019

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Herausklauben ist auch ein Problem

Ich bin auch fürs Plastikvermeiden, welches gesetzlich auf verschiedene Art und Weise vorgegeben werden sollte, aber bei Obst und Gemüse weiß ich, dass vieles, wenn es nicht verpackt ist, einfach liegen bleibt, weil viele Kunden sich genau die schönsten Stücke herausklauben. Das muss dann weggeworfen werden und belastet somit auch stark die Umweltbilanz ...

Mag. Arnold T.
Innsbruck

Verpackung zurücklassen

Ich danke Ihnen dafür, dass Sie sich mit dem Thema Verpackung im Supermarkt beschäftigen. Es gibt eine weitere in Ihrem Artikel nicht erwähnte Möglichkeit, den Verpackungswahn zu stoppen: Verpackte Lebensmittel kaufen, nach der Kassa die Verpackung entfernen, das Lebensmittel in eine mitgebrachte Jutetasche geben und die Verpackung beim Verursacher zurücklassen. Wenn viele Kunden so vorgehen, wird sich der Unfug, alles einzupacken, raschest erledigen. Die Supermarktketten haben kein Personal, die dadurch entstehenden Müllberge zu entfernen.

Im Ursprungsentwurf der Verpackungsverordnung stand, dass der Handel für die Entsorgung des Verpackungsabfalls sorgen muss. Das entspricht auch dem Sinn des Abfallwirtschaftsgesetzes mit dem Grundsatz der Abfallvermeidung. Heute zahlen wir Konsumenten aber eine Abgabe, die der Handel auf den Preis aufschlägt. Somit ist der Handel zwar Verursacher des Abfalls, braucht aber sein Verhalten nicht zu ändern. Dies widerspricht dem Grundsatz der Abfallvermeidung. Man gratuliere dem Handel für diese gelungene Lobbyarbeit!

DI Christoph S.
Pöchlarn