KONSUMENT.AT - Jö-Bonusclub, SCS Vösendorf, Toastbrot, Verpackungen ... - Verpackungen 8/2019

Jö-Bonusclub, SCS Vösendorf, Toastbrot, Verpackungen ...

Ihre Meinung ist uns wichtig

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KONSUMENT 8/2019 veröffentlicht: 25.07.2019

Inhalt

Ärgerlich

Nachdem Sie Ihre Leser immer wieder auffordern, Ärger mit Verpackungen kundzutun, möchte ich Ihnen hiermit ein paar Produkte, die mich persönlich sehr ärgern, vorstellen und zwar handelt es sich dabei um Bio-Produkte, die ja eigentlich, wenn man Bio ernst nimmt, einem besonderen Anspruch an die ökologischen Eigenschaften ihrer Verpackungen gerecht werden sollten.

1. Bio-Tee Bergkräuter von Spar Premium (100% Bio Anbau aus Österreich) 15 Teekissen. Die "Teekissen" sind einzeln in Plastik verpackt und der Teebeutel selbst ist aus unverrottbarem Plastik, d.h. man kann den gebrauchten Teebeutel nicht in den Kompost geben. Da nützt es wenig, wenn auf der Verpackung behauptet wird, das "Teekissen" sei handvernäht. Für so ein nobel daherkommendes Bio-Produkt sollte eine andere Lösung gefunden werden.

2. Spar Natur Pur Gewürze aus biologischer Landwirtschaft - in einer Aludose als Einwegprodukt, da keine Nachfüllpackungen erhältlich; geradezu absurd.

3. Die kleinen Aufkleber auf Bio Äpfeln bei Spar. Prinzipiell freue ich mich über die Möglichkeit offene Ware ohne unnötigen Verpackungsmüll kaufen zu können. Aber ich frage mich: Wie sind Kleber und Papier umwelttechnisch zu bewerten? Kann das in den Kompost? Wie sieht es mit Kleberrückständen auf den Äpfeln in Bezug auf den Verzehr aus? Ganz generell stört es mich, dass es so viel Obst und Gemüse, auch sehr viele Bio-Produkte im Supermarkt nur verpackt zu kaufen gibt.

Um Plastiksackerl bei offener Ware zu sparen, gebe ich oft verschiedene Produkte in ein Sackerl und klebe dann die verschiedenen Wiegeetiketten nebeneinander auf das Sackerl. Das hat bei einer Verkäuferin schon zu solchem Unmut geführt, dass sie mich anschnauzte, ich solle gefälligst ein Sackerl pro Sorte verwenden. Vielleicht sollte man die Mitarbeiter auch ein wenig für Umweltthemen sensibilisieren.

Abschließend möchte ich noch eine Protestnote zur gängigen Rechtfertigung des Lebensmittelhandels zur Länger-frisch-Milch, der Konsument wolle das so und entsprechende Verkaufszahlen als Beweis angeben, abgeben: in verschiedenen Läden bekommt man gar keine andere Milch mehr, insbesondere wenn man Bio-Milch möchte. Frische Milch ist auch oft vergriffen, oder es ist auf der Milch sehr schwer ersichtlich, dass es ein Länger-frisch-Produkt ist. Es ist mir schon oft passiert, dass ich versehentlich eine Länger-frisch-Milch eingepackt habe, obwohl ich eigentlich sehr darauf achte. Mit diesen Methoden ist es einfach, entsprechende Verkaufszahlen zu erreichen.

Zuletzt möchte ich mich noch für Ihre Arbeit bedanken! Machen Sie weiter so!

Astrid Z.
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Warum so übertrieben?

Ich bewundere immer wieder Eure Arbeit – und man merkt immer wieder, wie wichtig diese ist. Im Konkreten ein Fall von hoffnungslos übertriebener Verpackung. Ich habe zwar schon mehrmals gelesen, dass viele Versandhändler größere Kartons verwenden, weil diese besser stapelbar sind und - ich glaube - letztendlich auch weniger kosten.

Dennoch kann man es auch übertreiben, wie in meinem Beispiel (siehe Foto). Die von mir bestellten Kopfhörer hätten weit verpackungssparender in ein Luftpolsterkuvert gepasst und ab damit in den Briefkasten. Stattdessen wurde ein viel zu großer Karton verwendet und ich musste das Paket dann auch von einer Lieferstelle von UPS (ca 10 Gehminuten von daheim) holen, da ich zu der geplanten Lieferzeit selbst in der Arbeit war. Mit einem Kuvert wäre das viel einfacher im Briefkasten gelandet.

Martin Z.
E-Mail

Bei etlichen Produkten fällt viel Müll an. Dieses extreme Beispiel wurde uns von einem Konsumenten geschickt.

Vielen Dank an alle Leserinnen und Leser für die vielen Beispiele fragwürdiger Verpackungen. Wir werden uns in Zukunft verstärkt mit dem Thema Verpackungen befassen, alle Anregungen dazu sind weiterhin willkommen!

Die Redaktion