KONSUMENT.AT - Kaufentscheidungen: nachhaltig und vernunftbetont - Zusätzliche Aspekte beachten

Kaufentscheidungen: nachhaltig und vernunftbetont

Kommentar von Gernot Schönfeldinger

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KONSUMENT 1/2020 veröffentlicht: 19.12.2019

Inhalt

Die Vernunft legt nahe, bei der Produktauswahl zusätzliche Aspekte zu berücksichtigen, deren Auswirkungen über die eigene Geldbörse hinausgehen. Stichwort: Nachhaltigkeit. Dafür kann es sich lohnen etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

VKI-Experte Gernot Schönfeldinger Schon lange plädiere ich dafür, nicht billig zu kaufen, sondern auf ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis zu achten. Die Chancen stehen gut, dass man damit ein Plus an Zufriedenheit erwirbt, weil das Produkt besser und länger funktioniert. Die Vernunft legt auch nahe, bei der Produktauswahl zusätzliche Aspekte zu berücksichtigen, deren Auswirkungen über die eigene Geldbörse hinausgehen. Stichwort: Nachhaltigkeit.

Tiefer in die Tasche greifen lohnt sich

Ein schönes Beispiel sind die Geschirrspüler ( Test: Geschirrspüler 1/2020 ). Vergleicht man die Ergebnisse unseres Tests mit jenen aus dem Vorjahr, wird deutlich, dass es sich lohnt, etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Die höherpreisigen Geräte sind nicht nur energiesparender (was nicht zuletzt die Umwelt freut), sie glänzten auch in der Dauerprüfung, während es bei den billigen Spülmaschinen reihenweise Ausfälle gab. Geschenkt bekommt man diese Geräte ja letztlich auch nicht, sie müssen genauso aufwendig produziert, transportiert und am Ende entsorgt werden. Elektrogeräte sind diesbezüglich nicht unkritisch, wie Sie in unserem Bericht zum Kühlschrank-Recycling ( Kühlgeräte: Recycling 12/2019 ) nachlesen können.

Attraktive Angebote mit strengen Kriterien

Ein anderes Beispiel für vernunftbetonte Entscheidungen ist unsere Aktion Energiekosten-Stop (www.energie kosten-stop.at). Auch sie ist nicht von der Geiz-ist-eh-schon-wissen-Mentalität getrieben. Nicht die billigsten Anbieter kommen zum Zug, sondern jene, die unter Einhaltung strenger Kriterien die attraktivsten Angebote legen. Sogenannter Ökostrom nach den Vorgaben der Regulierungsbehörde E-Control ist bei unserer Aktion daher Standard. Als Alternative steht Umweltzeichen-Strom zur Auswahl, der u.a. Strom aus maximal 15 Jahre alten Wasserkraftwerken sowie einen Mindestanteil aus Photovoltaik vorschreibt.

Die Vorteile von Fairtrade

Und wenn Sie meinen, dass der Beitrag von Einzelpersonen nichts bewegen kann, dann lassen Sie sich durch unser Interview ( Bananen: Bio gegen Pilzbefall 1/2020 ) vom Gegenteil überzeugen. Wer auf das Fairtrade-Siegel achtet, sichert den Bananenbauern in Ecuador die Existenz und erhält im Gegenzug gute Qualität. Am Ende haben wir alle etwas davon.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Gernot Schönfeldinger | Chef vom Dienst
E-Mail: gschoenfeldinger@konsument.at
Testmagazin KONSUMENT
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