KONSUMENT.AT - Konfektionsgrößen Kinder, LED-Leuchten, TV-Geräte ... - „Just in case“-Schutzpaket 5/2018

Konfektionsgrößen Kinder, LED-Leuchten, TV-Geräte ...

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KONSUMENT 5/2018 veröffentlicht: 26.04.2018

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Schiefes Licht

Ein neuer genialer Streich der Banken, um Bankkunden das Geld weiter aus der Tasche zu ziehen: Als Nutzer des Online-Banking einer Großbank poppte kürzlich beim Öffnen der Begrüßungsseite ein Hinweis über ein neues Produkt namens „JUST-IN-CASE“ auf. Was verbirgt sich dahinter? Wer die unterschiedlichsten Banktransaktionen über Internet oder das Handy oder sonstige Onlinemedien durchführt, kann sich nun gegen ungewollte Fremdzugriffe wie Phishing, Malware o.ä., aber auch bei selbst verschuldeten fahrlässigen Handlungen und deren fatalen nachhaltigen Auswirkungen durch eine kostenpflichtige Versicherung schützen.

Im ersten Moment hört sich das ja ganz vernünftig an, aber wer hat uns denn das Dilemma eingebrockt? Jetzt kann man sogar schon über das Handy Finanztransaktionen durchführen. Und die armen Banken stehen unbeteiligt und unschuldig im Hintergrund und sind so gar nicht an dieser Entwicklung und Forcierung dieser Technologie interessiert. Zudem kommt noch der haarsträubende Versicherungsvertragspassus dazu, dass auch bei selbst verschuldeter und fahrlässiger Nutzung dieser elektronischen Transaktionsmöglichkeiten voller Versicherungsschutz besteht.

Ja geht’s denn noch verrückter? Damit wird doch Tür und Tor für nachlässigen Umgang geöffnet. Letztlich wälzen die Banken damit, wie gewohnt, die Verantwortung und Zusatzkosten auf die Schultern der Bankkunden, statt dafür zu sorgen, dass elektronische Transaktionen sicher sind, zumal die Bankenlobby ja nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung war und ist.

Sehen Sie im VKI dieses Angebot der Bank ebenso in einem etwas „schiefen Licht“? Weil es immer wieder gesagt werden muss, Kompliment und Dank an das gesamte Team des VKI!

Arpad H.
Klosterneuburg

Auch wir sehen diese Entwicklung sehr kritisch. Onlinebanking wird von Banken massiv beworben und die Kosten der Absicherung trägt letztlich der Kunde. Entweder in Form einer zusätzlichen Versicherungsprämie oder im Fall der Überwälzung der Haftung (etwa für das Risiko mobiler Bankgeschäfte über das Smartphone) auf alle Bankkunden. Wir werden uns jedenfalls die aktuell angebotenen Produkte und vor allem auch die Abwicklung im Schadensfall näher ansehen.

Die Redaktion