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Konsument-Tests, Kooperationen, Kompromisse

Ein Kommentar von Chefredakteur Gerhard Früholz

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KONSUMENT 6/2020 veröffentlicht: 28.05.2020

Inhalt

Warum fehlt das Produkt XY in Ihrem Test? Das ist eine Frage, die uns in der Leserpost von Ihnen immer wieder gestellt wird. Darauf gibt es mehrere Antworten.

Ich möchte Ihnen daher Einblick in unsere Arbeitsweise geben. Nicht zuletzt in Bezug darauf, dass wir bei Test- Kooperationen auch Kompromisse eingehen müssen. Jedes Projekt unserer Testabteilung beginnt mit einer Marktrecherche: Welche Produkte, welche Dienstleistungen haben für unsere Leserinnen und Leser die höchste Relevanz? Es liegt auf der Hand, dass wir mit keinem Test den gesamten Markt abdecken können. Sie werden also mitunter etwas vermissen, das Ihnen bekannt ist.

KONSUMENT-Chefredakteur Gerhard Früholz (Bild: U. Romstorfer/VKI) Wirtschaftlich vernünftig: gemeinsam testen

Nicht alle Tests führen wir selbst durch. Uns auferlegte Sparmaßnahmen haben dazu geführt, dass wir immer öfter mit Konsumentenorganisationen anderer Länder gemeinsam testen. Das ist wirtschaftlich vernünftig. Warum sollten in einem globalen Markt etwa Smartphones in Spanien, Deutschland, Schweden, Hongkong, den Niederlanden und vielen anderen Ländern mit großem Aufwand separat getestet werden?

Es liegt nahe, solche Projekte gemeinsam abzuwickeln. Wir können Ihnen daher in KONSUMENT und auf konsument.at viele Testergebnisse bieten, die wir allein gar nicht stemmen könnten. Ein besonders wichtiger Kooperationspartner ist für uns die Stiftung Warentest in Deutschland. Die Übernahme ihrer Testergebnisse bedeutet mitunter, dass die Produktauswahl den Markt in Österreich nicht zur Gänze abbildet. Wir entscheiden uns in den meisten Fällen dennoch für eine Veröffentlichung, weil wir damit grundsätzliche Informationen zu einer Produktgruppe geben können.

Sinnvolle Kooperationen

Ein Beispiel für eine besonders sinnvolle Kooperation finden Sie in diesem Heft: Im Fall der E-Bikes handelt es sich um einen von der Produktauswahl bis zur Veröffentlichung gemeinsam durchgeführten Test. Die deutschen Kollegen haben die technischen Prüfungen im Labor organisiert (für die übrigens jeweils drei Exemplare eines Produktes bis zur Zerstörung strapaziert wurden). Unser VKI-Testteam hat im Gegenzug den Praxistest auf Mallorca bestritten: insgesamt 2.500 Kilometer bergauf, bergab, im Regen, bei Nacht, auf unterschiedlichen Straßenbelägen. Einen Blick hinter die Kulissen finden Sie hier:  Test: E-Bikes und Pedelecs 6/2020 .

Ihre Meinung ist mir wichtig:

Gerhard Früholz | Chefredakteur
E-Mail: gfrueholz@konsument.at
Testmagazin KONSUMENT
Linke Wienzeile 18

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