KONSUMENT.AT - Lederschuhhersteller - Zusammenfassung

Lederschuhhersteller

Blut ist im Schuh

Seite 9 von 12

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 4/2012 veröffentlicht: 27.03.2012, aktualisiert: 26.04.2012

Inhalt

Zusammenfassung: Lederschuhhersteller

  • Schmutziges Leder. In den Vorstufen der Schuherzeugung herrschen unbeschreibliche Zustände, kein Markenschuh-Hersteller kann – mangels Kontrolle – nachweisen, dass seine Produkte frei von Sklaverei und Tierquälerei sind.
  • Branchenführer. Was man aber verlangen kann, ist, dass die Hersteller geeignete Vorkehrungen treffen, um im eigenen Einflussbereich faire Verhältnisse zu schaffen. In nennenswertem Ausmaß tun dies nur Timberland, Ecco und Clarks.
  • Billige Sprüche. Lassen Sie sich nicht von einfachen Werbesprüchen blenden. Die Verpflichtung z.B. von El Naturalista: "Wir verwenden nur Leder als Nebenprodukt der Fleischindus­trie", ist nichtssagend. Mit der Ausnahme von Krokodilleder trifft das auf jedes Leder zu. Nur wer ausführliche und ungeschminkte Informationen bietet, meint es ernst.
  • Was kann ich selbst tun. Woher das Leder kommt, kann man keinem Schuh ansehen. Vermeiden Sie jedenfalls Billigprodukte, die schnell verschleißen. Es gibt mehrere kleinere Anbieter, die sich wenigstens in Teilbereichen zu Fairness und Nachhaltigkeit verpflichten, etwa indem sie auf Chromgerbung verzichten: z.B. www.hessnatur.com, www.veja.fr.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
39 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Zum Thema Schächten
    von Morgenstern am 25.04.2012 um 17:08
    Ich war vor einiger Zeit mit einem Wanderschäfer unterwegs und habe dort das Schächten live erlebt. Es wurde dort nicht aus religiösen Motiven eingesetzt, sondern weil es die schmerzfreieste und sicherste Methode ist, um ein Tier zu schlachten. Die Schafe erleiden innerhalb von Sekunden einen Blutsturz, werden also ohnmächtig, da das Blut aus dem Hirn fließt. Natürlich gibt es auch unter den Schächtern "schwarze Schafe" und als Veganer verwende ich keinerlei Tierprodukte. Aber das Schächten an sich würde ich jederzeit dem Schlachten per Schlachtschußapparat vorziehen, denn dort werden sehr viele Tiere nicht sofort getötet und erleben Dinge wie das Aufhängen auf Haken inkl. dem Brechen der Knochen und Reißen der Sehnen unter dieser Last bei vollem Bewußtsein mit.
  • Schächten
    von Biene7 am 09.04.2012 um 15:24
    Sehr geehrtes Team vom "Konsument". Gratulation zu obigem Artikel. Ein bißchen mehr Kritik hätte ich mir betreffend des Schächtens erwartet, d.h. "Moslems in Indien töten die Rinder", indem sie diese schächten, d.h. bei lebendigem Leib ausbluten lassen. Diese Schlachtpraxis gibt es auch bei uns (zur Produktion von "Halal"-Fleisch). Tierschutz hört bei mir bei - angeblich - religiösen Motiven nicht auf. Bitte mal um eine Untersuchung dieser Schlachtmethoden. Vielleicht gibt es irgendwann einmal sogar eine Kennzeichnung über besonders "schonende" Schlachtmethoden oder "garantiert nicht halal". Bei anderen Tieren (z.B. Thunfischen gibt es ja schon eine ähnliche Kennzeichnung [Delphin-schonender Fang]). Vielen Dank im Voraus für Ihr konsequentes Eintreten für den Tierschutz. Sabsi
  • Alternativen
    von MargotBelyus am 07.04.2012 um 15:48
    Schade, daß Sie - wie auch beim Kinderschuhetest - DIE österreichischen Schuhe Waldviertler nicht dabei hatten. Der Bericht ist gut, rüttelt auf, hinterläßt aber wiedermal zerknirschte Konsumenten mit wenig Möglichkeit zur Vermeidung.
  • danke, super test
    von powerplana am 03.04.2012 um 19:18
    bitte mehr infos wie diese, das finde ich interessanter als ob die digitalkamera xy sehr gut, gut oder durschnittlich ist
  • Wo sind die Waldviertler, Ganter, usw.
    von REDAKTION am 02.04.2012 um 17:46
    Die Untersuchung wurde im Rahmen einer Kooperation mehrerer europäischer Verbraucherorganisationen durchgeführt, nur große, international bekannte Marken wurden berücksichtigt. Leider können aus Kostengründen nicht alle, für den heimischen Markt interessanten Marken untersucht werden. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass kleinere Firmen, wie Waldviertler, im direkten Vergleich mit Konzernen unter ihrem Wert abschneiden würden, da sich kleinere Unternehmen in der Regel keine eigene CSR-Abteilung (zuständig für soziale Verantwortung in der Produktion und bei der Beschaffung von Vorprodukten) und eine ausführliche Information der Öffentlichkeit (auf der Homepage oder durch Nachhaltigkeitsreports) leisten könnten. Auch die Beantwortung des umfangreichen Fragebogens ist für kleinere Unternehmen sicher schwieriger zu bewerkstelligen als für einen Konzern. Ihr Konsument-Team