KONSUMENT.AT - Nachbarschaftshilfe im Ethik-Report - Nachbarschaftshilfe in der Großstadt

Nachbarschaftshilfe im Ethik-Report

Talent statt Geld

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KONSUMENT 10/2015 veröffentlicht: 24.09.2015

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Nachbarschaftshilfe in der Großstadt

Gerade in der Anonymität von Großstädten können Nachbarschaftsnetzwerke die Menschen einander näherbringen. Ein Beispiel dafür ist „fragnebenan“ in Wien: „Wir werden immer mehr und haben immer weniger miteinander zu tun“, begründet Geschäftsführer Stefan Theißbacher seine Initiative. „Wir wollen etwas dagegen tun, indem wir Nachbarn miteinander vernetzen.“

Interessierte können ein Profil anlegen und ihre Wohngegend angeben. Danach wird ausgewählt, welche Tätigkeiten man im Bedarfsfall selbst ausüben kann (etwa ältere Nachbarn unterstützen oder kurz auf Kinder aufpassen) und woran man interessiert ist (etwa an Mitfahrgelegenheiten oder der Betreuung von Haustieren). Ob Hilfe bei handwerklichen Tätigkeiten oder bei der Kinderbetreuung, das Anliegen wird einfach auf der Website deponiert.

"fragnebenan": Nachbarschaftsnetzwerk in Wien

„Ich war vor meinem Urlaub auf der Suche nach jemandem, der meine Katzen füttern würde“, erzählt die Wienerin Stefanie D. „Nachdem ich meine Bitte auf ,fragnebenan‘ deponiert hatte, bekam ich innerhalb kurzer Zeit fünf Angebote von Nachbarn, meine Katzen zu betreuen.“ Telefonnummern wurden ausgetauscht, ein erstes Treffen vereinbart, und Stefanie D. konnte beruhigt auf Urlaub fahren. „Der positive Nebeneffekt war, dass meine Nachbarin auch noch unsere Pflanzen goss und regelmäßig lüftete. Alles funktionierte einwandfrei.“

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Kommentare

  • Internationales Register für Tauschkreise
    von telemach am 10.10.2015 um 11:17
    Der Tauschkreis Salzburg versucht, ein internationales Register für Tauschkreise, Kooperativen und alternative Wirtschaft zu erstellen: http://tauschkreise.at/?page_id=59