Optimismus, Pessimismus, Finanzierung

Geld für Stiftung Warentest

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KONSUMENT 2/2017 veröffentlicht: 26.01.2017

Inhalt

Stiftungen sind in St. Pölten ein Thema, in Berlin auch. Dort wird die Zukunft der Stiftung Warentest abgesichert, während wir vergleichsweise nackt dastehen. - Ein Intern von Gerhard Früholz.

Konsument 1/1973
Konsument-Cover 1973: Bestrahlungslampen und Mehrwertsteuer für Wohnungen (Bild: Konsument-Archiv/VKI)
Test Bestrahlungslampen,
Mehrwertsteuer für Wohnungen

Ein Fundstück aus dem KONSUMENTArchiv: In Ausgabe 1/1973 hatten wir – einmalig in unserer Geschichte – eine nackte Frau am Cover. Und trotz der soeben eingeführten Mehrwertsteuer blickten wir dem Jahr 1973 im Editorial optimistisch entgegen: Steigende Sparzinsen, gesetzliche Verbesserungen für Konsumenten standen kurz bevor. Resümee: "Schritt für Schritt wird der Verbraucherschutz verstärkt, der VKI wird seine Tätigkeit langsam, aber sicher ausweiten. Das Jahr wird ein gutes Konsumentenjahr werden, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Sammelklage schubladisiert

Ob das auch für 2017 und die Zukunft des VKI gilt, ist höchst ungewiss. Wichtige Konsumentenschutzanliegen (etwa die Realisierung von Sammelklagen) sind schubladisiert, eine nachhaltige finanzielle Absicherung unserer Arbeit ist nicht in Sicht. Unerledigt ist auch ein für uns wichtiger Punkt des  Regierungsübereinkommens : Das Vorhaben, Bußgelder aus Kartellstrafverfahren dem Konsumentenschutz zuzuführen, ist noch immer nicht umgesetzt. Für uns heißt das: sparen an allen Ecken und Enden.

Sparen beim Testen

Das betrifft auch den Testbereich. Die internationale Zusammenarbeit mit anderen Konsumentenorganisationen, insbesondere der deutschen Stiftung Warentest, ist für uns daher besonders wichtig. In diesem Heft finden sie gleich mehrere Beispiele dafür.

Ein wenig neidvoll blicken wir zu unseren deutschen Kollegen: Vor Kurzem wurde deren Stiftungskapital um 100 Milionen Euro aufgestockt. Die Erträge aus dem erhöhten Stiftungskapital werden mittelfristig die jährlichen Zuschüsse des Bundes ersetzen. Erklärtes Ziel ist es, die Unabhängigkeit der Stiftung Warentest zu sichern. Lesen Sie mehr: Stiftung Warentest: 100 Mio Euro zusätzliches Stiftungskapital

Bleiben Sie uns treu

KONSUMENT-Chefredakteur Gerhard Früholz (Bild: U. Romstorfer/VKI)
E-Mail: Chefredakteur
Gerhard Früholz

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4 Stimmen

Kommentare

  • Wer sonst, wenn nicht der VKI?
    von raffio321 am 12.02.2017 um 21:35
    Vielen Dank für die Klarstellung. Habe sowohl Konsument u. Stiftung Warentest in den letzten Jahren abboniert. Leider ist es nicht mehr möglich, Stiftung Warentest online aus dem Ausland beziehen, die Begründungen dafür sind von Stiftung Warentest zahlreich. Da es Ihnen aufgrund der wesentlich gerigngeren potentiellen Kunden sicherlich schwer möglich sein wird, vergleichbare Inhalte wie beispielsweise ETF Datenbanken mit umfangreichen Analysen selbst zu erstellen, wäre ein Abkommen mit Stiftung Warentest sicherlich im Interesse aller Konsument Leser. Möglicherweise wäre auch ein Teil der aktuellen Abbonenten bereit, dafür einen höheren Abbopreis zu bezahlen. In diesem Sinn hoffe wir als Leser, auf ein stetig wachsendes Angebot.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo