KONSUMENT.AT - Posttarife, SPAR-Rabattkleber, Waschtisch-Armaturen ... - Glyphosat in Bier 4/2018

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KONSUMENT 9/2018 veröffentlicht: 30.08.2018

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Beunruhigt und beruhigt

Ich trinke ein kühles Bier und lese dazu Ihren Glyphosat-Test in der April-Ausgabe, der mich beunruhigt und beruhigt gleichermaßen. Beunruhigt deswegen, weil jedes zweite Bier voller Glyphosat steckt. Zehn Mal mehr Glyphosat in einem kühlen Blonden als im Trinkwasser!

Selbst wenn die Wissenschaft und NGOs ob der exakten Wirkungen noch „streiten“, mit so einem Namen muss es einfach böse Chemie sein. Immerhin bringen das auch die großen Boulevard-Blätter breitenwirksam auf ihren Titelblättern. Und auch Sie schreiben furchteinflößend: „Selbst sehr niedrige Dosierungen können schädigende Wirkung entfalten.“

Es ist wohl an der Zeit, mein Testament zu machen. Oder doch nicht? Die gemessenen Konzentrationen liegen unter einem Mikrogramm – also einem Tausendstel eines Milligramms. Die Testergebnisse unterscheiden sich an den Stellen hinter der Null. Eine Analytik, die ich weder verstehe noch nachvollziehen kann. Es erinnert mich eher an das Orakel von Delphi.

Für Glyphosat im Bier gibt es gar keinen gesetzlichen Grenzwert – obwohl es doch angeblich so schädlich ist? Auch das wirft mehr Fragen auf, als der Artikel Antworten gibt. Gut, dass ich heute noch tausend Liter Bier lang Zeit habe zum Nachdenken. So viel müsste ich nämlich täglich trinken, damit das darin enthaltene Glyphosat zum Problem würde. Wie ich dann mit meinem Alkohol-Problem umgehe, weiß ich noch nicht.

Gott sei Dank erfahre ich im ganz letzten Absatz kurz, dass 41 weitere Lebensmittel auf Glyphosat getestet wurden. Alles negativ. Das hätte sich eine größere Erwähnung oder gar den Titel der Geschichte verdient und mich und viele andere Konsumenten wirklich beruhigt. Schade, Chance vertan. Prost! Hirn, Hopfen und Malz – Gott erhalt`s!

Manuela S.
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Die Verfasserin ist Leiterin der AMA-Unternehmenskommunikation.

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