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KONSUMENT 6/2016 veröffentlicht: 25.05.2016

Inhalt

Für Apothekerkammer nicht nachvollziehbar

Im Rahmen der Zulassung eines Arzneimittels werden von der zuständigen Behörde pharmakologische und toxikologische Daten gefordert. Die Präparate zur Behandlung von Wechselbeschwerden haben sehr wohl eine dokumentierte Wirkung, ansonsten würden sie keine Zulassung als Arzneimittel erhalten. Aus unserer Sicht sind Ihre Schlussfolgerungen zur mangelhaften Datenlage daher nicht nachvollziehbar und decken sich nicht mit unserer Expertise.

Im Falle von Traubensilberkerze sind ausreichend Studiendaten (z.B. in ESCOP Monographien) vorhanden. Auch der Einsatz von Kombinationen mit Johanniskraut ist bei bestimmten Personen sinnvoll. Pflanzliche Arzneimittel haben keinen Patentschutz, was groß angelegte Studien unfinanzierbar macht. Allerdings besitzen diese Arzneimittel langjährige Tradition und die Wirksamkeit ist aufgrund langjähriger Anwendung und Erfahrung plausibel.

Arzneimittel gegen Wechselbeschwerden werden in der Apotheke nach persönlicher Beratung empfohlen und abgegeben. Dabei werden individuell je nach Person, Beschwerden und Situation unterschiedliche Produkte empfohlen. Wir sind davon überzeugt, dass diese Präparate in Kombination mit Lebensstilveränderungen die Lebensqualität der Frau in diesem Lebensabschnitt verbessern ohne zu schaden. Die pauschale Ablehnung der von Ihnen genannten Phytopharmaka entspricht nicht den positiven Erfahrungen.

Mag. pharm. Monika W.
stv. Abteilungsleiterin Pharmazeutische Abteilung
Österreichische Apothekerkammer

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo