KONSUMENT.AT - Schokolade - Kinderarbeit an der Tagesordnung

Schokolade

Süßes aus Kinderhand

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KONSUMENT 9/2014 veröffentlicht: 28.08.2014, aktualisiert: 23.10.2014

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Kinderarbeit an der Tagesordnung

Um überleben zu können, setzen viele Kakaobauern in Westafrika auch ihre Kinder bei der Arbeit ein: Wie eine Erhebung der US-amerikanischen Tulane Universität ergab, sind rund eine Million Kinder in Ghana und 820.000 Kinder in Côte d‘Ivoire (Elfenbeinküste) auf Kakaoplantagen im Einsatz.

Davon ein großer Prozentsatz unter Bedingungen, die laut internationalen Bestimmungen der ILO (International Labour Organisation) und der UN-Kinderrechtskonvention streng verboten sind.

Folge der Niedrigpreispolitik

"Der Einsatz von Kinderarbeitern ist eine nachweisbare Folge der Niedrigpreispolitik der multinationalen Schokoladen­industrie", meint Zeilinger. "Die Schokoladekonzerne sind daher auch direkt zur Verantwortung zu ziehen." Allein die Elfenbein­küste produziert 40 Prozent der weltweit verkauften Kakaobohnen; in Ländern wie Nigeria, Gabun oder dem Kongo ist Kinder­arbeit in der Kakaoproduktion ebenfalls an der Tagesordnung.

Den Familien entrissen, chemischen Spritzmitteln ausgesetzt

Viele Kinder werden von Menschenhändlern ihren Familien entrissen und gezwungen, unter menschenverachtenden Bedingungen zu arbeiten. Sie sind tagtäglich chemischen Spritzmitteln ausgesetzt, da industrielle Kakao-Monokulturen sehr anfällig für Schädlinge sind. Und nicht nur in der Kakaoproduktion sind Kinder im Einsatz: Laut UNICEF werden weltweit 158 Millionen Kinder zwischen 5 und 14 Jahren zur Arbeit gezwungen.

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