KONSUMENT.AT - Textilien und Nachhaltigkeit - Made in Austria

Textilien und Nachhaltigkeit

Faire Kleidung gesucht

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KONSUMENT 11/2013 veröffentlicht: 24.10.2013

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Made in Austria

Konsumenten, die wissen wollen, wo ein Kleidungsstück hergestellt wurde, haben es nicht leicht: Es gibt in Österreich und EU-weit keine verpflichtenden Herkunftsangaben. Bei Mode "Made in Austria" ist die letzte wesentliche Verarbeitungsstufe ausschlaggebend. "Für eine 'Made in Austria'-Kennzeichnung muss lediglich die Konfektionierung eines Bekleidungsteiles (Zuschneiden, Zusammennähen) in Österreich erfolgen", erklärt Eva-Maria Strasser vom Fachverband Textilindustrie, Berufsgruppe Bekleidung.

80 Prozent wird in Osteuropa gefertigt

"Das sagt allerdings nichts über die Herkunft des Stoffes aus." Laut Strasser lassen österreichische Unternehmen zu 80 Prozent in Osteuropa fertigen, einige wenige wie ­Triumph, Tostmann oder JMB Fashion in Österreich selbst. "Österreichische Marken bieten keine Massenware, sondern Nischenprodukte wie Trachten oder Sportbekleidung mit hoher Qualität", ergänzt Strasser.

 Wertschöpfungs-Richtlinie liegt auf Eis

Pläne der EU, "Made in ..."-Kennzeichnung nur noch zu erlauben, wenn mindestens 45 Prozent der Wertschöpfung aus diesem Land stammen, liegen auf Eis. Das 2004 eingeführte freiwillige Label "Made in the EU" wird in erster Linie von osteuropäischen ­Ländern verwendet.

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