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Textilien und Nachhaltigkeit

Faire Kleidung gesucht

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KONSUMENT 11/2013 veröffentlicht: 24.10.2013

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Welches Gütesiegel ist vertrauenswürdig?

 

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist das momentan anspruchs­vollste Label für den Massenmarkt – neben der Umweltfreundlichkeit im gesamten Produktionsprozess werden auch soziale Standards ­geprüft.

Die Naturtextil-Branche hat ein ­eigenes Siegel, IVN Best – es garantiert das aktuell maximal umsetzbare Niveau an ­Textilökologie. So dürfen nur Fasern aus ­kontrolliert biologischem Anbau verwendet werden; auch bei Knöpfen oder Reißverschlüssen gibt es strenge Auflagen.

Fairtrade-Mode

Fairtrade-Mode stammt oftmals aus biologischem Anbau, aber nicht immer. Wäre der faire Handel von Anfang an mit "bio" verknüpft, würden damit viele der ärmsten Bauern­familien vom fairen Handel ausgeschlossen. Deshalb verfolgt Fairtrade eine Strategie, die Produzentenorganisationen bei der Umstellung auf nachhaltige Landwirtschaft nach Kräften unterstützt, diese aber nicht zur Vorbedingung macht.

Bio-Zertifikat für Baumwolle

Das Bio-Zertifikat für Baumwolle garantiert ausschließlich den ökologischen Anbau der Faser – über die Weiterverarbeitung bis hin zum fertigen Kleidungsstück sagt es nichts aus. Noch weniger aussagekräftig ist das weitverbreitete Siegel Öko-Tex Standard 100. Es sagt überhaupt nichts über Anbau und Herstellungsbedingungen aus. Es bestätigt lediglich, dass das Endprodukt frei von Schadstoffen ist, nicht aber, dass bei der Produktion keine Schadstoffe eingesetzt worden wären.

Die Grenzwerte gehen überdies nur gering­fügig über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Die Siegel der großen Ketten wie C&A oder H&M garantieren immerhin die Verwendung von Bio-Baumwolle.

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