KONSUMENT.AT - Verkaufstricks - Verkaufstricks

Verkaufstricks

Mit allen Mitteln

Seite 5 von 7

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 2/2003 veröffentlicht: 15.01.2003, aktualisiert: 04.02.2003

Inhalt

Der Geruch ist ein ganz wesentlicher Aspekt bei der Auswahl von Lebensmitteln. Bereits kleinste Spuren eines Aromas können uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen oder aber das Gegenteil bewirken. Riechen und Schmecken machen das Essen erst zu einem Genuss. Da das Verkosten in Supermärkten aber meist nicht möglich ist, muss sich der Käufer oft allein auf seinen Geruchssinn verlassen.

Ein Fest für die Nase

Diesen Umstand machen sich Supermarktbetreiber zu Nutze, um Kunden zum Kauf zu animieren. Der appetitanregende Duft nach frischen Brötchen, nach frisch gemahlenem Kaffee oder der süße Duft frischer Erdbeeren in der Obstabteilung veranlassen zum spontanen Zugreifen. Wo die natürlichen Wohlgerüche fehlen, kann recht eindrucksvoll nachgeholfen werden. Das Wundermittel nennt sich Geruchs- oder Aromasäule; in der ist eine Flasche Aromaöl an ein elektronisch gesteuertes Verdampfungssystem angeschlossen, das in dezentem Maß Duftstoffe im Raum verteilt. Wir Konsumenten bekommen Appetit auf jenes Lebensmittel, dessen Duft uns verlockend in der Nase kitzelt.

Vom Baguette- bis zum Biergeruch

Ein Betreiber kann zwischen Dutzenden von Gerüchen wählen, je nachdem, in welchem Bereich er eine Verkaufsförderung erreichen möchte. Das Angebot ist vielfältig und reicht bis hin zu Spezialdüften wie Schinken-, Baguette- oder sogar Biergeruch. Als sehr praktisch erweisen sich die künstlichen Aromastoffe auch beim Überdecken unangenehmer Gerüche, wie beispielsweise von Fisch. Es wäre ja auch nicht wirklich verkaufsfördernd, wenn der „Duft“ von frischem Fisch auch über der Käsetheke hängt…

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
1 Stimme
Weiterlesen