KONSUMENT.AT - Werbeanrufe: Unverschämter Telefonterror - Betroffene berichten 2

Werbeanrufe: Unverschämter Telefonterror

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veröffentlicht: 12.07.2010

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Glücksspiel: drohen mit Anwalt

„… Meist mit `unbekannter Teilnehmer´ oder (meist) deutsche Vorwahl, z. b. +4918051257818978, +493087333343 oder +4975618396951. Das Aggressive ist bei all diesen Glücksspielanrufen gewesen, dass sie meinen Namen kannten und von vornherein behaupteten, ich hätte bereits einen Vertrag unterschrieben, meistens einen dreimonatigen Glücksspielvertrag. Nach Zurückweisung dieser falschen Behauptung kamen manchmal tatsächlich Drohungen mit deren Anwalt, der hinwies `man hätte alle Unterlagen über meine Person vor sich´ etc. Ich melde alle diese Anrufe bei der Meldestelle im Infrastrukturministerium, die offenbar überlastet ist, und bei ausländischen (deutschen) Nummern keine Handhabe sieht …“

Mediaprint. Keine Auskunft über Datenquellen

„... Sehr intensive Druckerzeugung am Telefon. Teilweise unbeherrscht und verärgert bei Ablehnung. Auch ´seriöse´ Unternehmen wie Mediaprint ignorieren Widerrufe von Datennutzungen. Die Post AG informiert weiterhin nur unzureichend über Datenweitergabe bei Erteilung von Nachsendeaufträgen. Widerrufsmöglichkeit konnte bei der Anlage bis vor kurzem nicht einmal eingegeben werden und muss dann gesondert verlangt und gesendet werden! In der Regel ist es nicht möglich, Vorgesetzte der Telefonmitarbeiter zu sprechen. Auskünfte über die Datenquelle werden nicht erteilt, als Adressen werden bestenfalls Postfächer genannt. Ich habe mir einmal Unterlagen schicken lassen. Darin steht: Teilt der Mitspieler seine Kontoverbindung mit, kommt ein Vertrag zustande. Der Mitspieler stimmt zu, dass der Mitspielbeitrag auch ohne schriftliche Einzugsermächtigung eingezogen werden kann ...“

Genealogie: Abzocke auch im Internet

„… Werde seit ca. einem Monat täglich angerufen, was ziemlich unangenehm ist! Die Anrufe erfolgen manchmal immer noch anonym: Wenn eine derartige Firma mich erreichen will, wird sehr oft versucht mich anzurufen (3 - 4x täglich). Es wird oft suggeriert, dass ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht habe, was aber nicht stimmt (ich kontrolliere das aus diesen Gründen sehr genau). Ich habe mir daher angewöhnt rasch herauszufinden, ob es ein Werbeanruf ist, um dann deutlich darauf hinzuweisen, dass ich kein Interesse habe und das Gespräch zu beenden. Leider gibt es solche Praktiken auch bereits im Internet, siehe Genealogie.de etc. Hier habe ich schon mehrere Briefe von Rechtsanwälten und Inkassobüros bekommen (aus Deutschland), diese aber immer ignoriert, weil diese Firma bekannt ist und schon mehrmals belangt wurde.“

MyPhone: auf Tonband aufgenommen

„MyPhone: Hatte sehr genaue Daten von mir (inkl. genauer Hausnummer die z. B. nicht im Telefonbuch steht). Es wurde kurz ein Tarif erwähnt. Das Gespräch wurde auf Tonband aufgenommen. Im Laufe des Gesprächs sollte man persönliche Daten bestätigen. Gegen Ende des Gesprächs wurde darauf hingewiesen, dass die Bestätigung der Daten für die sofortige Freischaltung nötig sei. Nach Bemerkung, dass man daran nicht interessiert sei, wurde das Gespräch von der anderen Seite sofort beendet. …“

Gewinnspiel: "Sie wurden auserwählt"

„… Das Gespräch begann mit `Sie wurden auserwählt´ und ich sollte eine `Gewinnfrage´ beantworten. Mir wurde mitgeteilt, ich hätte richtig geantwortet und etwas gewonnen. Ich dachte zunächst an einen Radiosender. Der Firmenname wurde so schnell gesagt, dass ich ihn nicht gleich verstanden habe (`Delta Lotto aus Linz´). Jetzt weiß ich, dass sie letztes Jahr auch schon ein paar Mal angerufen haben. Ich dachte, jemand hätte sich verwählt. Ich wurde überredet, `aus Sicherheitsgründen´ meine Kontonummer (für Gewinnauszahlungen) sowie mein Geburtsdatum (`um die Volljährigkeit zu bestätigen´) bekannt zu geben. Die Firma gab mir ihre Telefonnummer und der Mitarbeiter nannte seinen Namen. Ich rief nachher an und mir wurde bestätigt, dass dieser Mitarbeiter für die Firma arbeitet und, dass ich mir keine Sorgen um meine Daten machen müsste.

Ich wurde nochmals angerufen und die Frau am Telefon wollte nochmals Kontonummer und Geburtsdatum erfahren (`zum Vergleich´). Ich fragte, ob ich wirklich etwas gewonnen hätte und bekam keine direkte Antwort. Danach verlangte ich die Löschung meiner Daten und teilte mit, dass ich nicht am Gewinnspiel teilnehmen möchte. Mein Begehren wurde anscheinend mündlich akzeptiert. Reagierten ungehalten auf meine Bitte meine Daten aus ihrem Verteiler zu nehmen. Das würde nicht gehen und ich hätte kein Recht, dass meine Daten gelöscht werden….“

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Kommentare

  • Aktion Österreich gewinnt
    von Gerheide am 09.08.2011 um 11:06
    Bei einem der zahllosen Anrufe habe ich leider irrtümlich (ich wartete auf eine Rücküberweisung von einer deutschen Firma)meine Kontonummer bekannt gegeben. Vor ein paar Tagen ist mir ein Brief mit der Ankündigung eines gerichtlichen Mahnbescheides ins Haus geflattert. Demnach soll ich sofort den Betrag von Euro 212,56 überweisen, ansonsten würden mir zusätzliche Kosten von Euro 96,-entstehen. Zitat: "Ersparen Sie sich Gericht und Pfändung des Gerichtsvollziehers durch die fristgerechte Zahlung!"§