KONSUMENT.AT - Werbung: unlautere Geschäftspraktiken - Der Fall Danone

Werbung: unlautere Geschäftspraktiken

Werbeschmähs vor Gericht

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Konsument 11/2010 veröffentlicht: 18.10.2010

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Der Fall Danone

Besonders fragwürdig ist irreführende bzw. gesundheitsbezogene Werbung bei Lebensmitteln. Verbraucherorganisationen kritisieren vor allem die Werbespots von Danone. Der VKI klagte die Firma bereits 2004 wegen ihrer Fruchtzwerge-Werbung und bekam vor dem Oberlandesgericht Wien schließlich recht. Danone wurde untersagt, "den unrichtigen Eindruck zu erwecken, die beworbenen Kindermilchprodukte seien ernährungsphysiologisch besonders wertvoll".

Suggestion statt klarer Aussagen

2009 wurde die Firma von Foodwatch für die dreisteste Werbelüge des Jahres mit dem goldenen Windbeutel ausgezeichnet. Danone hatte behauptet, das Trinkjoghurt Actimel schütze vor Erkältungen. In Großbritannien musste Danone Werbespots für Actimel zurückziehen. Inzwischen ist der Konzern vorsichtiger geworden. In den aktuellen Actimel-Spots wird ein gesundheitlicher Nutzen des Produktes zwar nach wie vor suggeriert, eine direkte Aussage jedoch vermieden. Dies macht es nach derzeitiger Rechtslage schier unmöglich, dagegen vorzugehen.

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