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Werbung: unlautere Geschäftspraktiken

Werbeschmähs vor Gericht

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Konsument 11/2010 veröffentlicht: 18.10.2010

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Was sind unlautere Geschäftspraktiken?

Folgt man der nach mehrjährigen Verhandlungen erlassenen EU-Richtlinie über unlautere Geschäfts‑ praktiken, kann man zwischen "irreführenden" und "aggressiven" Geschäftspraktiken unterscheiden. Ausdrücklich verboten sind:

Irreführende Geschäftspraktiken

  • Lockangebote (Anpreisung eines Produkts als Sonderangebot ohne oder mit nur minimalem Lagerbestand).
  • Beschreibung des Produkts als "gratis", "frei", "kostenlos" o.Ä., wenn der Verbraucher irgendwelche Kosten außer den unvermeidlichen im Zusammenhang mit der Reaktion auf ein Angebot, mit der Abholung oder dem Versand des Produkts tragen muss.
  • Behauptung, ein Produkt könne legal erworben bzw. verkauft werden, wenn dies nicht der Fall ist (etwa Internet-Arzneimittelimporte).
  • Falsche Darstellung des Risikos für den Ver­braucher, sollte er das Produkt nicht kaufen ("Nur unser Spezialshampoo stellt sicher, dass Sie keine Glatze bekommen").
  • Behauptung, zu den Unterzeichnern eines Verhaltenskodex zu gehören, wenn dies nicht der Fall ist (Gütesiegel, freiwillige Selbstkontrolle etc.).

Aggressive Geschäftspraktiken

  • Zahlungsaufforderung für Produkte, die der Verbraucher nicht bestellt hat.
  • Persönliche Besuche in der Wohnung des ­Verbrauchers und Nichtbefolgen der Auffor­derung, sich zu entfernen und nicht wieder­zukommen (Keilerunwesen).
  • Herbeiführung des Eindrucks, der Verbraucher könne den Verkaufsraum nicht verlassen, ohne etwas gekauft zu haben (etwa bei "Werbefahrten").

Informationen und Beispiele sind hier nachzulesen: www.isitfair.eu.

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