KONSUMENT.AT - Nachbarschaft: Ärger mit Hunden und Katzen - Rechte, Pflichten, Urteile

Nachbarschaft: Ärger mit Hunden und Katzen

Tierische Konflikte

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KONSUMENT 9/2021 veröffentlicht: 20.08.2021

Inhalt

Belästigungen durch Hunde und Katzen landen nicht selten vor Gericht. Wir haben Fälle gesichtet.

Folgende Fragen werden auf den nächsten Seiten beantwortet:

  • Dürfen Katzen ihre Notdurft beim Nachbarn verrichten?
  • Herrscht am Land Leinenzwang?
  • Kann man die Tierhaltung im Mietvertrag verbieten?
  • Ist Hundegebell im Hinterhof zumutbar?
  • Darf ein Jäger einen wildernden Hund abschießen?
  • Dürfen Hunde in einem Haus unbeaufsichtigt bleiben?
  • Dürfen brave Hunde frei herumlaufen?
  • Müssen Hunde in Gegenwart von Kindern beaufsichtigt werden?
  • Haftet der Besitzer bei Leinenzwang?

Katzen auf dem Nachbargrundstück

Cartoon zeigt Hochbeet als Katzenklo (Cartoon: Robert Scheifler/VKI) Die Vorgeschichte: Die Streitparteien sind Eigentümer benachbarter Liegenschaften, die in der Nähe des ehemaligen Dorfzentrums ­einer Tiroler Gemeinde mit knapp 9.000 Einwohnern liegen. Die beklagte Partei hielt auf ihrer Liegenschaft zwei Katzen, die das Nachbargrundstück betraten und dort auch ihre Notdurft verrichteten.

Der Oberste Gerichtshof (OGH) urteilte sinngemäß: Kein Problem, unter diesen ­Umständen sei das weder ortsunüblich noch ein wesentlicher Grund, einen Unterlassungsanspruch zu stellen. Begründung: Eine "Anbindehaltung“ von Katzen sei nach tierschutzrechtlichen Regeln auch kurz­fristig nicht erlaubt.

Es bestehe auch kein gesetzliches Gebot, Katzen ausschließlich innerhalb von Wohnräumlichkeiten zu halten. Die Grenzüberschreitung einer Katze mit freiem Auslauf könne mit zumutbaren Maßnahmen nicht verhindert werden.

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2 Stimmen

Kommentare

  • Konsequenz
    von frappe am 28.08.2021 um 21:35
    Lärmerregung durch Hundegebell ist unzumutbar … aber was ist jetzt die Konsequenz? Bei unserem Mehrparteienhaus schicken die Nachbarn den Hund öfters vor die Tür, wo er dann seines Amtes waltet. Speziell am Sonntag in der Früh ist das ganz toll. Wenn ich jetzt klagen würde, was hätte ich dann davon? Dann sagt das Gericht, dass das nicht sein darf, aber wenn sich Nachbars nicht darum kümmert, was dann? (Wäre nicht das erste Mal, dass sie sich nicht an gesetzliche Regelungen halten.) Dazu kommt, dass man das Hundegebell auch beweisen können muss.
    Es schön recht zu haben, Recht zu bekommen, scheint mir schwieriger
  • Leinenzwang
    von grisu46 am 20.08.2021 um 11:20
    Bitte die Ev vorhandenen ortspolizeilichen VO der Aufenthaltsgeneinde beachten