Fondssparen: Own Austria

Nicht ganz rot-weiß-rotes Fondssparen

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KONSUMENT 1/2018 veröffentlicht: 21.12.2017

Inhalt

Das Anleger-Portal Own Austria machte zuletzt von sich reden. Wir haben es uns angeschaut.

Prinzipiell handelt es sich um einen Fondssparplan. Das Produkt wird auf www. ownaustria.at in einfacher Sprache, u.a. mit kurzen Videos, gut erklärt. Im Fondsprospekt findet sich der Hinweis auf die Risikostufe 6 (von 7), und auch in den FAQ wird dem Thema Risiko genug Platz eingeräumt. Die Kosten von 0,75 % p.a. scheinen auf den ersten Blick niedrig.

Längere Laufzeiten

Dieser Wert ist für uns aber kritisch zu hinterfragen, denn er ist nur geschätzt. In den FAQ wird ferner darauf hingewiesen, dass ein Ausstieg jederzeit möglich ist. Das ist zwar grundsätzlich richtig, aber bei Aktienfonds wie Own Austria ist das zu hinterfragen. Denn bei diesen Finanzprodukten gehen wir von 5 bis 10 Jahren als realistischen Laufzeiten aus. Sollte man den Fonds frühzeitig auflösen müssen, kann das Vermögen aufgrund von Kursschwankungen weniger geworden sein.

Name verspricht nur österreichische Aktien

Etwas irreführend ist der Name, der ja übersetzt so viel heißt wie „Besitze Österreich“. Denn der Fonds beinhaltet nicht nur österreichische, sondern auch internationale Aktien. Hinsichtlich der Risikostreuung ist das zwar positiv hervorzuheben, wer aber nur österreichische Unternehmen im Portfolio haben möchte, ist bei einem ATX-Fonds besser aufgehoben.

Bewertung

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