KONSUMENT.AT - Patientenrecht: niedergespritzt und im Gitterbett - Die Rechte des Betroffenen

Patientenrecht: niedergespritzt und im Gitterbett

Wo die Freiheit endet

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KONSUMENT 8/2014 veröffentlicht: 24.07.2014, aktualisiert: 23.10.2014

Inhalt

Die Rechte des Betroffenen

- Eine Entscheidung gegen die Wünsche des Betroffenen darf ein Sachwalter nur dann treffen, wenn diese Wünsche klar dem objektiven Wohl des Betroffenen schaden.

- Eine verbindliche Patientenverfügung, die erstellt wurde, bevor der Betroffene die Einsichtsfähigkeit verlor, bleibt gültig. Eine Vorsorgevollmacht schließt meist die Bestellung eines Sachwalters aus.

- Der Sachwalter hat die Pflicht, den Betroffenen dabei zu unterstützen, sein Leben nach seinen Vorstellungen und Wünschen im Rahmen seiner Fähigkeiten und Möglichkeiten zu gestalten.

- Der Betroffene hat das Recht, vom Sachwalter über wichtige Maßnahmen in Bezug auf seine Person oder sein Vermögen rechtzeitig verständigt zu werden.

- Der Betroffene hat jederzeit das Recht, in den Gerichtsakt Einsicht zu nehmen.

- Das Gericht darf Fremden keine Auskünfte über die Vermögensverhältnisse des Betroffenen geben.

- Der Betroffene hat das Recht, beim Pflegschaftsgericht eigene Anträge zu stellen und gegen Beschlüsse Rekurs zu erheben.

- Die persönliche Freiheit des Betroffenen darf weder vom Sachwalter noch vom Pflegschaftsgericht durch Zwangsmaßnahmen oder Beschränkungen beeinträchtigt werden.

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