KONSUMENT.AT - Physiotherapie: Reaktionen auf den Test - Reaktion: Marlene Mäser

Physiotherapie: Reaktionen auf den Test

Verbände, Therapeuten, Patienten

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veröffentlicht: 28.03.2012, aktualisiert: 05.07.2012

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Reaktion: Marlene Mäser

Unter Bezugnahme auf Ihr Schreiben vom 25.01.2012 halte ich fest, dass ich mich gegenüber meiner Patientin völlig korrekt verhalten habe und mit ihr die von mir angewandte Behandlungsmethode vorab besprochen habe. Aufgrund meiner langjährigen Praxis und umfangreichen Ausbildung (zahlreiche Zusatzausbildungen) war mir eine genaue Einschätzung, welcher Behandlungsmethode meine Patientin bedurfte, selbstverständlich möglich.

Ich möchte weiters auch anmerken, dass ich keineswegs eine überhöhte Rechnung gestellt habe, sondern mich nur nicht an die – sehr allgemein formulierten – ärztlichen Vorgaben gehalten habe, wobei der Begriff Bewegungstherapie eine Offenheit für die anzuwendenden Techniken impliziert. Die physiotherapeutische Bewegungstherapie besteht zudem aus einer Behandlungsserie, wodurch eine Beurteilung nach nur einer Sitzung eine fahrlässige Verallgemeinerung darstellt.

Aus der Blickrichtung meiner Patientin war meine Dienstleistung vom 18.11.2011 bzw. die von mir durchgeführte Behandlung richtig, dies wird Ihnen auch jeder mit der Materie vertraute Facharzt bestätigen.

Oberstes und vordringlichstes Ziel all meiner Behandlungen ist das Wohl meiner Patienten. Diesen Grundsatz habe ich anlässlich der in Rede stehenden Behandlung mehr als eingehalten. Wenn ich dabei die ärztliche Verordnung nicht exakt eingehalten habe, so betrifft dies mein Verhältnis zum zuständigen Sozialversicherungsträger. Ein solches Verhältnis ist allerdings, soweit ich die Statuten Ihres Vereines kenne, von Ihnen nicht zu beurteilen. Ihre Aufgabe sollte es sein, die Dienstleistungen bezüglich der Qualität der am Kunden erbrachten Maßnahmen zu beurteilen, im gegenständlichen Fall scheint dies meiner Meinung nicht gegeben zu sein.

Mäser Marlene
Landwehrstr. 2
6900 Bregenz

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Kommentare

  • Staub, der wirbelt
    von ockham's razor am 18.04.2012 um 12:42
    Ich befürchte, hier wurde in der Folgeausgabe des VKI eine Gelegenheit verpasst, sich für einen durch tendenziöse "Testberichterstattung" entstehenden Imageschaden an einer insgesamt engagiert und nach fundierten Grundsätzen arbeitenden Berufsgruppe zu entschuldigen. Der VKI könnte sich überlegen, ob es stattdessen nicht angebracht wäre, die Öffentlichkeit besser über Nutzen und Chancen wissenschaftlich fundierter Methoden und Praktiken der Physiotherapie zu informieren. Bei seinen Recherchen würde er zB. entdecken, dass die Physiotherapie über ihre allgemein anerkannte Rolle in der Reha nach Eingriffen, Verletzungen oder Schlaganfällen weit hinausgeht und nicht unwesentlich dazu beiträgt, unnötiges Leid bzw. konkret auch unnötige Kosten(lawinen) im Gesundheitssystem zu verhindern. Statt sich in diesem Bereich lediglich als verlängerter Arm bzw. Kontrollorgan von Funktionären zu verstehen, wäre der VKI gut beraten, die Verbreitung seines Mediums für die bessere Aufklärung der Bevölkerung bzw. Konsumenten zum Beispiel darüber zu nutzen, wie Österreich im internationalen Vergleich bzgl. der Statistik operativer Eingriffe im Bewegungsapparat da steht, und was das im Klartext für Patienten mit Schmerzen und Beschwerden im Bewegungsapparat bedeuten kann. Ohne Übertreibung kann gesagt werden, dass ein Gegengewicht zur Arbeit der Lobby von Prothetik-, Schmerzmittel- und Psychopharmakaindustrie hierzulande fehlt, da nur unzureichend bzw. in manchen Bundesländern teilweise überhaupt nicht über die Möglichkeiten konservativer, nicht medikamentöser und vor allem kausal ausgerichteter Therapien aufgeklärt wird. Die Kritik des European Health Forums spricht hier klare Worte: http://salzburg.orf.at/news/stories/2504363/ Solange der VKI sich zu Befangenheit und einseitiger Berichterstattung verleiten lässt im Rahmen eines Fachgebiets, in dem er keine weitergehenden Kompetenzen in Form zB. eines Sachkundigen aus der Berufsgruppe der Physiotherapeuten nachweisen kann, wird er sich mit dem Vorwurf auseinandersetzen müssen, parteiisch zu agieren, und die Konsumenten von schwerwiegenden Problematiken (siehe Statistik im Link) abzulenken bzw. darüber im Dunkeln zu lassen. Gerade hier aber könnte die Arbeit derjenigen, die behaupten, sich die Interessen der Konsumenten auf die Fahne geschrieben zu haben, helfen, Positives zur Aufklärung der Öffentlichkeit beizutragen, unnötiges Leiden zu sparen und Licht ins Dunkel von industriellen Machenschaften zu bringen. Dazu ist aber vor allem eine Unabhängigkeit seitens des Konsumentenschutzes notwendig - das schliesst politische Beeinflussung, welche in der Struktur des VKI jedoch nicht von der Hand zu weisen ist, mit ein.