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Physiotherapie: Reaktionen auf den Test

Verbände, Therapeuten, Patienten

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veröffentlicht: 28.03.2012, aktualisiert: 05.07.2012

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Reaktion: Leopold Kerschenbauer

Die Bewertungen Ihrer Testpersonen mit "weniger zufriedenstellend" haben uns sehr erstaunt. Erstaunt sind wir auch deshalb, weil Patienten in Scharen von besser bewerteten Instituten zu uns wechseln, weil sie dort unzufrieden sind.

Wir haben keine "Vertragsärzte", die alle Ihre Patienten automatisch zu uns schicken, sondern unser Erfolg basiert ausschließlich auf die Zufriedenheit von Stamm-und Neukunden, wovon wir täglich fast 150 betreuen.

Alle Therapien dauern mind. 25 Min, werden nur von erstklassigen Therapeuten durchgeführt, die Kunden werden bei der Erstaufnahme sofort genauestens über Preis und Rückverrechnung aufgeklärt, neue moderne Räumlichkeiten in der "Auster" vom Bad Eggenberg, Gratisparkplätze etc.

Aber die Kritik nehmen wir ernst und wir ersuchen Sie, uns Ihre Testunterlagen zur Verfügung zu stellen, damit wir intern die Vorwürfe prüfen können. Ein persönliches Gespräch mit den Testern wäre sehr vorteilhaft und wir wären Ihnen sehr dankbar dafür, denn daraus kann man nur lernen.

Grundsätzlich: Kein Therapeut wird von uns angehalten, entgegen der ärztlichen Überweisung und gegen den Therapieerfolg, andere Behandlungen durchzuführen.

Warum auch, ergibt in keiner Weise einen Sinn. Übrigens, die Meridiline Therapie ist eine erweiterte Physiotherapie, die nur von speziell geschulten Physiotherapeuten durchgeführt werden darf.

Und den Vorwurf, dass von uns unkorrekte Rechnungen ausgestellt werden, können wir uns nicht gefallen lassen. Das müssen wir genau überprüfen können, weil wenn das stimmt, gibt es Konsequenzen.

Dir. Leopold Kerschenbauer
Physik.Gesundheitszentrum Graz-Eggenberg
0664-45603570

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Kommentare

  • Staub, der wirbelt
    von ockham's razor am 18.04.2012 um 12:42
    Ich befürchte, hier wurde in der Folgeausgabe des VKI eine Gelegenheit verpasst, sich für einen durch tendenziöse "Testberichterstattung" entstehenden Imageschaden an einer insgesamt engagiert und nach fundierten Grundsätzen arbeitenden Berufsgruppe zu entschuldigen. Der VKI könnte sich überlegen, ob es stattdessen nicht angebracht wäre, die Öffentlichkeit besser über Nutzen und Chancen wissenschaftlich fundierter Methoden und Praktiken der Physiotherapie zu informieren. Bei seinen Recherchen würde er zB. entdecken, dass die Physiotherapie über ihre allgemein anerkannte Rolle in der Reha nach Eingriffen, Verletzungen oder Schlaganfällen weit hinausgeht und nicht unwesentlich dazu beiträgt, unnötiges Leid bzw. konkret auch unnötige Kosten(lawinen) im Gesundheitssystem zu verhindern. Statt sich in diesem Bereich lediglich als verlängerter Arm bzw. Kontrollorgan von Funktionären zu verstehen, wäre der VKI gut beraten, die Verbreitung seines Mediums für die bessere Aufklärung der Bevölkerung bzw. Konsumenten zum Beispiel darüber zu nutzen, wie Österreich im internationalen Vergleich bzgl. der Statistik operativer Eingriffe im Bewegungsapparat da steht, und was das im Klartext für Patienten mit Schmerzen und Beschwerden im Bewegungsapparat bedeuten kann. Ohne Übertreibung kann gesagt werden, dass ein Gegengewicht zur Arbeit der Lobby von Prothetik-, Schmerzmittel- und Psychopharmakaindustrie hierzulande fehlt, da nur unzureichend bzw. in manchen Bundesländern teilweise überhaupt nicht über die Möglichkeiten konservativer, nicht medikamentöser und vor allem kausal ausgerichteter Therapien aufgeklärt wird. Die Kritik des European Health Forums spricht hier klare Worte: http://salzburg.orf.at/news/stories/2504363/ Solange der VKI sich zu Befangenheit und einseitiger Berichterstattung verleiten lässt im Rahmen eines Fachgebiets, in dem er keine weitergehenden Kompetenzen in Form zB. eines Sachkundigen aus der Berufsgruppe der Physiotherapeuten nachweisen kann, wird er sich mit dem Vorwurf auseinandersetzen müssen, parteiisch zu agieren, und die Konsumenten von schwerwiegenden Problematiken (siehe Statistik im Link) abzulenken bzw. darüber im Dunkeln zu lassen. Gerade hier aber könnte die Arbeit derjenigen, die behaupten, sich die Interessen der Konsumenten auf die Fahne geschrieben zu haben, helfen, Positives zur Aufklärung der Öffentlichkeit beizutragen, unnötiges Leiden zu sparen und Licht ins Dunkel von industriellen Machenschaften zu bringen. Dazu ist aber vor allem eine Unabhängigkeit seitens des Konsumentenschutzes notwendig - das schliesst politische Beeinflussung, welche in der Struktur des VKI jedoch nicht von der Hand zu weisen ist, mit ein.