Ticketkauf online

Unverschämt teuer

Seite 1 von 7

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 12/2017 veröffentlicht: 23.11.2017

Inhalt

Bei Online-Tickets gibt es gewaltige Preisunterschiede. Manche Anbieter verlangen doppelt oder dreimal so viel wie der Veranstalter selbst.

Wir vergleichen:

  • musicalvienna.at
  • oeticket.com
  • viennaticketoffice.com
  • viagogo.at
  • wien-ticket.at

KONSUMENT vergleicht Preise für Online-Tickets bei Oeticket, Viagogo, Musicalvienna (VBW), Viennaticketoffice, Wien-Ticket

Die Tabelle bietet Daten zu: Saalplanbuchung, Preis für Zusendung, Preis für Mobile-Ticket digital, Tickets zu Hause drucken, Zahlung mit Kreditkarte, Rücktrittsversicherung, Gesamtkosten.


Karten online kaufen

Karten für die Eishockey-WM in Dänemark, endlich einmal Anna Netrebko in der Staatsoper sehen oder Fernsehstars erstmals live auf der Bühne erleben – solche Träume lassen sich heute rasch realisieren. Wenige Klicks, und man ist dabei. Die Frage ist, zu welchem Preis und ob man dann auch wirklich die gewünschte Aufführung zu sehen bekommt. In unseren Beratungszentren häufen sich Beschwerden über gefälschte oder gar nicht gelieferte Eintrittskarten und überhöhte Preise.

Besonders bei Veranstaltungen, auf die ein großer Ansturm herrscht und wo die Tickets rasch weg sind, kommen häufig Privatpersonen oder auch sogenannte Drittanbieter ins Spiel, die sich rechtzeitig ein größeres Kontingent gesichert haben und diese Karten dann oft um das Doppelte bis Dreifache des ursprünglichen Preises verkaufen.

Ticket­angebote eingeholt

Wir haben für einige Veranstaltungen Ticket­angebote eingeholt (siehe Tabelle). Die Preisspannen, die sich da zwischen manchen ­Anbietern auftaten, sind gewaltig: So waren Konzertkarten für Gabalier in der Stadthalle Graz bei Wien-ticket.at um 49,90 Euro zu erhalten, bei Viagogo um 110,20 Euro. Für ein Konzert von Nothing But Thieves in der Arena Wien verlangte Oeticket.com knapp über 20 Euro, Viagogo hingegen mit rund 66 Euro mehr als das Dreifache.

Große Preisunterschiede

Als ob die erheblichen Preisspannen für die Tickets noch nicht genug wären, gibt es auch bei den Versand- und Nebenkosten einen ziemlichen Wildwuchs. Manche Anbieter, wie Viagogo, bieten keine Möglichkeit zum Daheim-Ausdrucken an. Wir haben daher die günstigste Form der Ticketübermittlung (z.B. Selbstabholung im jeweiligen Ticket Office) gewählt. Auch die postalische Zusendung wird häufig angeboten, zu unterschiedlichen Kosten. Dass das nicht gratis ist, nimmt man hin. Aber Standard-Versandkosten im Inland von bis zu 6,95 Euro?

Oeticket: 2,50€ für Selbst-Ausdruck

Ver­ärgert sind viele Online-­Kartenkäufer auch über die 2,50 Euro, die von Oeticket verrechnet werden, wenn man sich die Tickets selbst (!) ausdruckt, am eigenen Drucker. Aber auch, wenn man sich die ­Karten als Mobile-Tickets auf das Handy schicken lässt, und selbst für die ­Hinterlegung bei der Kasse am Ver­anstaltungsort muss man zahlen.

Prozess zu diesem Körberlgeld

Mittlerweile gibt es ein Urteil, das ein derartiges ­Körberlgeld verbietet – es ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Wir werden darü­ber ­berichten.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
24 Stimmen
Weiterlesen
KONSUMENT-Probe-Abo