Produktfälschungen

Augen auf beim Schnäppchenkauf

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KONSUMENT 9/2018 veröffentlicht: 30.08.2018

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Der Einkauf im Internet boomt und so auch das Geschäft mit gefälschten Artikeln. Wir geben Hinweise, wie Sie beim Onlineshopping erkennen können, ob ein Anbieter seriös ist oder nicht.

Kosmetika, Medikamente oder Spielwaren

Der Einkauf per Internet gewinnt auch in Österreich weiter an Bedeutung. Laut E-Commerce-Studie des Handelsverbandes verzeichnete der Onlinehandel im vergangenen Jahr ein Plus von sechs Prozent. Von Mai 2016 bis April 2017 gaben die Öster­reicherinnen und Österreicher demzufolge 7,6 Milliarden Euro im Internet- bzw. Versandhandel aus. Das entspricht einem ­Anteil von 11 Prozent am Einzelhandels­volumen. Bei ihrer Schnäppchenjagd im ­Internet machen allerdings viele Konsumentinnen und Konsumenten unliebsame Erfahrungen mit gefälschten Produkten. Betroffen sind nicht nur Luxusgüter. Vor ­allem Kosmetika, Medikamente oder Spielwaren werden besonders häufig gefälscht.

Gefährliche Stoffe oder mangelhafte Verarbeitung

Für Konsumenten ist der Kauf derartiger Produkte mit Risiken verbunden. Gefährliche Substanzen oder mangelhafte Verarbeitung können zu gesundheitlichen Schäden und Verletzungen führen. Unter Umständen droht zudem ein juristisches Nachspiel. Wird die Bestellung vom österreichischen Zoll abgefangen und als Fälschung entlarvt, wendet sich die Behörde mit der Frage an den Kunden, ob er der Vernichtung der Lieferung zustimmt. Tut er das nicht, kann es zu einem Gerichtsverfahren kommen.

Ärger für den Kunden

Damit ist die Angelegenheit aber unter Umständen noch nicht erledigt. Wird der Hersteller des Originalproduktes im konkreten Fall darauf aufmerksam, dass ein gefälschtes Produkt gekauft wurde, kann auch der Rechteinhaber juristisch gegen den Käufer vorgehen.

Vom Kauf zurücktreten

Wer bemerkt, dass er beim Onlineshopping Fälschern aufgesessen ist, sollte sicherheitshalber innerhalb von 14 Tagen nach Lieferdatum vom Kauf zurücktreten. Am besten ist es, einen eingeschriebenen Brief an den Händler zu schicken. Außerdem sollten Sie Ihre Bank bzw. das Kreditkartenunternehmen um Rückbuchung des bezahlten Betrages ersuchen. Wenden Sie sich auch an die Polizei und erstatten Sie An­zeige.

Rufen Sie uns an

Sollten Sie eine Forderung von einem Anwalt wegen Urheberrechtsverletzung erhalten, können Sie sich an das Europäische Verbraucherzentrum in Wien (Tel. 01 588 77 81, www.europakonsument.at ) wenden.

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