KONSUMENT.AT - Richtig schenken: Geld, Grundstück, Unternehmen - Schenkung auf den ­Todesfall

Richtig schenken: Geld, Grundstück, Unternehmen

Klug entscheiden, schlau abwickeln

Seite 2 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 1/2021 veröffentlicht: 17.12.2020

Inhalt

Was ist eine schuldbefreiende Schenkung?

Anhand eines Beispiels: Sie haben Ihrem Sohn 10.000 Euro für den Kauf eines Autos und einer Freundin 2.000 Euro für ­eine Arztbehandlung geliehen. Hierbei handelt es sich jeweils um einen Kredit. Der Sohn und die Freundin sind verpflichtet, ­diesen Kredit zurückzuzahlen. Gemäß der Absprache geschieht dies in Raten oder einmalig am Ende der Kreditlaufzeit, mit oder ohne Zinsen. Jetzt aber wollen Sie auf die Rückzahlung ganz oder teilweise verzichten. In Höhe des erlassenen Betrages handelt es sich um eine sogenannte schuld­befreiende Schenkung, da der Beschenkte von der Pflicht/Schuld der Rückzahlung ­ohne Gegenleistung befreit wird. Eine schuldbefreiende Schenkung unterliegt ­keinen Formvorschriften, sie kann sowohl mündlich als auch schriftlich erfolgen. Sie benötigen auch keinen Notar. Allerdings müssen Sie die Schenkung bei Überschreiten bestimmter Betragsgrenzen anzeigen. Ein schriftlicher Vertrag ist auch in dieser Situation zu empfehlen. So wird verhindert, dass nur Geschenkgeber und Beschenkter davon wissen und beim Tod des Geschenkgebers die Erben davon ausgehen, dass noch eine Rückzahlung erfolgen muss.

Was ist eine Schenkung auf den ­Todesfall?

Bei einer Schenkung auf den Todesfall verpflichtet sich die schenkende Person in einem Notariatsakt, eine bestimmte Sache (z.B. Grundstück, Wohnung, Briefmarkensammlung) dem zu Beschenkenden im Todesfall zu schenken. Diese Schenkung ist nicht widerruflich und bindet die schenkende Person bezüglich dieses Vermögensgegenstandes. Im Falle von ­Liegenschaften wird der Beschenkte üblicherweise durch die Eintragung eines ­Belastungs- und Veräußerungsverbotes abgesichert.

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
4 Stimmen
Weiterlesen