KONSUMENT.AT - Schneeschuhe - Steckbriefe

Schneeschuhe

Auf Yetis Spuren

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KONSUMENT 12/2013 veröffentlicht: 19.11.2013

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Steckbriefe - Reihung nach erreichter Punktezahl

Allroundmodelle

 

MSR Lightning Ascent 22
Testurteil: sehr gut, Preis: 300 Euro

Einfach und robust. Schuh aus den USA mit ­Aluminiumrahmen und Kunststoffbespannung. Einfaches Fixiersystem mit Riemen, die allerdings zu lang sind und daher im Schnee ­ schleifen. Keine Vorgabe (z.B. Korb oder dergleichen) zur korrekten Positionierung des Schuhs. Man muss selbst darauf achten, dass beide Füße gleich stehen. Rückstellen der Steighilfe mit Stock und ohne Bücken möglich. Angenehmes Gehgefühl. Absolut alpintauglich!

Tubbs Flex Alp 24
Testurteil: gut, Preis: 219 Euro

Leichter Ausstieg. Schuh aus China mit Kunststoffrahmen. Aussteigen aus dem Schneeschuh problemlos – kurzes Ziehen am Riemen genügt. Die Harschkrallen geben guten Halt, bergab allerdings Stolpergefahr. Handhaben der Steighilfe einfach, aber nur mit Bücken möglich. Wegen der Höhe der Steighilfe Anwendung nur bei steilem Anstieg angenehm. Ausgereiftes Alpinmodell, doch Bindung muss immer wieder nachgestellt werden. Schuh klappert beim Gehen.

TSL 438 Up & Down Grip
Testurteil: gut, Preis: 235 Euro

Bergab tadellos. Schuh aus Frankreich mit Kunststoffrahmen. Einstellen der Schuhgröße etwas kompliziert. Vorderer Zacken störend auf hartem, ebenem Untergrund, aber bergab top – kein Rutschen. In weicherem Schnee kommt man mit dem "Down"-System (Durchstieg durch den Schneeschuh) gut voran. Vorne etwas breit, was beim Queren stört, da der Schneeschuh dadurch weniger Halt hat. Beim Gehen mit Steighilfe lautes Gehgeräusch. Alpinmodell.

Salewa 999 Pro
Testurteil: gut, Preis: 200 Euro

Kippgefahr. Schuh aus Italien mit Kunststoff­rahmen. Vorderer Riemen sperrig, Anpassen an die Schuhlänge schwierig (Verletzungsgefahr an der scharfen Schiene). Zum Bedienen der Steighilfe ist Bücken erforderlich. Vorderer Zacken störend auf hartem, ebenem Untergrund. Da Schwerpunkt des Schuhs zu weit vorne liegt, beim Bergabgehen Gefahr, vornüber zu kippen. Fühlt sich beim Gehen schwer an, klappert verhältnismäßig laut. Relativ steifes Alpinmodell.

McKinley Cross Twin
Testurteil:
durchschnittlich, Preis: 90 Euro

Unsicher. Schuh aus Frankreich mit Kunststoffrahmen. Einsteigen in den Schneeschuh mühsam. Riemen verdrehen sich außerdem leicht. Bietet sowohl bergauf als auch bergab wenig Halt (ineffiziente Harschkrallen). Relativ schwer zu drehender Knopf zur Verriegelung der Bindungsplatte für den Transport. Handhaben der Steighilfe ist nur mit Bücken möglich. Lange Spitze des Schuhs störend. Steifes Gehgefühl, klappert beim Gehen.

Adventuridge Alpin-Schneeschuh
Testurteil:
durchschnittlich, Preis: 80 Euro

Stolperfalle. Eher schwerer Schuh aus China mit Aluminiumrahmen und Kunststoffbespannung. Rückwärtiger Riemen zum Einstellen der Schuhgröße lässt sich nicht öffnen, daher ungeeignet für mehrere Benutzer mit unterschiedlicher Schuhgröße. Hochklappen der Steighilfe einfach, doch beim Runterklappen spießt es sich. Steig­hilfe außerdem zu hoch (Stelzeneffekt). Schaufel des Schneeschuhs vorne zu lang, gräbt sich bergab ein – Stolpergefahr. Steiferes Gehgefühl.

Beim Modell von Kilimanjaro sammelt sich Schnee bzw. Eis unter der Bindungsplatte an. Schließlich bricht das Gelenk im Test. (Bild. VKI) 

Kilimanjaro Artic Snow Runner
Testurteil:
durchschnittlich, Preis: 70 Euro

Gebrochen. Schuh aus Taiwan mit Kunststoffrahmen. Riemen lassen sich gut fixieren, doch beim Gehen rutscht der Wanderschuh zu weit nach vorne. Schiebemechanismus für die Schuhgröße nur schwer verstellbar. Steighilfe nicht fixierbar – klappt ständig hinauf.

Schuh bietet bergauf wie bergab wenig Halt. Frontalzacken zu weit vorne, Stolpergefahr in tiefem Schnee. Gehgefühl steif. Anstollen, also Ansammeln von Schnee bzw. Eis unter der Bindungsplatte. Gelenk im Test gebrochen.

Tiefschneemodelle

 

Powderidge Crest
Testurteil:
gut, Preis: 100 Euro

Nicht rutschfest. Schuh von den Philippinen mit Aluminiumrohrrahmen und Kunststoffbespannung. Riemen können bei weicheren Berg­schuhen auf den Rist drücken. Einfach zu schließen, aber schwer zu öffnen. Vorderer Riemen ineffizient – kann sich bei größeren Füßen lockern. Keine Vorgaben für die exakte Positionierung des Schuhs. Rutschgefahr bei seitlichem Bergauf- und Berg­abgehen sowie Queren. Aufgrund der V-Form stoßen Schuhe beim Gehen oft gegeneinander.

Wolf Vulcano 27
Testurteil:
gut, Preis: 120 Euro

Allroundmodell. Schuh aus Taiwan mit Alu­miniumrohrrahmen und Kunststoffbespannung. Einfache Konstruktion mit überraschend guten Allround-Eigenschaften. Riemen zu lang, Fersenriemen etwas steif, was die Fixierung erschwert. Rutschgefahr bei seitlichem Bergauf- und Bergabgehen. Lästig: Während des Gehens schaufelt man sich den Schnee Richtung Beine und Po. Anstollen, also Ansammeln von Schnee bzw. Eis an den Harschkrallen.

Atlas 11 Series SLS 25
Testurteil
: durchschnittlich, Preis: 200 Euro

Schneeschaufler. Schuh aus China mit Alu­miniumrohrrahmen und Kunststoffbespannung. Tadellose Bindung, einfache Handhabung. Keine frei schwingende Achse, dadurch schaufelt man sich beim Gehen den Schnee Richtung Beine und Po, was auf Dauer unangenehm, weil feucht ist. Bietet bergab etwas zu wenig Halt (Rutschgefahr). Ein Schneeschuh, der vor allem für flaches und mäßig steiles Gelände gut geeignet ist.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Hofer
    von REDAKTION am 25.11.2013 um 13:51
    Sie haben Recht: Das ist uns leider durchgerutscht. Der Schneeschuh von Hofer gehört zwar im Vergleich zu den eher schweren Schuhen, ist aber nicht der schwerste. Wir haben diese Unschärfe im Steckbrief und in der Tabelle umgehend korrigiert. Ihr KONSUMENT-Team
  • Hofer Schneeschuh
    von Heribert M. am 24.11.2013 um 20:56
    Habe voriges Jahr den Schneeschuh von Hofer gekauft und bin als Neueinsteiger nach ein paar eher kleineren Wanderungen ganz zufrieden damit. Was ich am Test nicht verstehe: das angegebene Gewicht ist bei allen Schuhen fast gleich, aber beim Hofer-Schuh steht "sehr schwerer Schuh"?