KONSUMENT.AT - Skihelme - Empfindliche Scheiben, komplizierter Wechsel

Skihelme

Im Visier

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KONSUMENT 12/2014 veröffentlicht: 20.11.2014, aktualisiert: 24.04.2015

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Empfindliche Scheiben

Als Schwachstelle erwiesen sich aber schlussendlich die Visierbeschichtungen, die ziemlich empfindlich sind. Ein Kratzer ist schnell passiert. Und der stört, vor allem bei verspiegelten Scheiben, denn er lässt Licht in einer anderen Tönung durch, was beim Fahren stark irritiert.

Wer einen Helm kauft, bekommt meist nur ein einziges Visier. Möchte man ein Wechselvisier, so kostet das je nach Hersteller ab 30 Euro aufwärts. Bei Uvex können es auch sagenhafte 160 Euro sein.

Teures Ersatzvisier

Angesichts der doch recht hohen Preise für Ersatzvisiere ist dieser Schwachpunkt ein echtes Ärgernis! Daher gilt: gut aufpassen und den Helm niemals mit dem Visier nach unten ablegen. Auch mit den Handschuhen sollten Sie nicht über die empfindliche Oberfläche fahren, denn hier besteht akute Kratzer-Gefahr durch Reißverschlüsse oder harte Kanten.

Komplizierter Wechsel

Ärgerlich fanden wir auch, dass sich der Wechsel der Scheiben teils recht umständlich gestaltet. Nur Alpina, CP, Bollé, Fischer, KASK und Slokker haben ein einfaches System, bei dem die Visierscheibe mit zwei Verschraubungen am Helm befestigt ist. Ein Austausch geht hier recht komfortabel von der Hand. Bei der Konkurrenz wird es schon kniffliger. Deren Befestigungssysteme sind in der Regel kleinteilig und für den Benutzer nicht so einfach nachvollziehbar. Ein Wechsel auf der Piste ist hier kaum denkbar. Fällt beim Hantieren auch noch eines der (weißen) Kleinteile in den Schnee, kann man die Sache gleich ganz vergessen.

Natürlich würden sich je nach Lichtverhältnissen unterschiedliche Visiere anbieten. Statt dass man sich mit komplizierten Mechanismen abmüht, hat es sich in der Praxis bewährt, standardmäßig ein Schlechtwettervisier mit heller Scheibe bzw. leichter gelblich-oranger Einfärbung einzusetzen und für den Bedarfsfall eine optische Sonnenbrille mitzunehmen. Die lässt sich, wenn die Sonne doch zum Vorschein kommt, problemlos unter dem Visier tragen.

Bessere Schutzkanten

Und noch etwas mussten wir bei der Beschäftigung mit den Visieren entdecken: Zum Schutz sind die unteren Kanten mit Gummi verkleidet. Bei Cratoni und SPEQ ging der Klebstoff, der das Material an der Scheibe halten soll, bald ab. Manchmal löste sich der Gummi ganz vom Visier. Hier besteht auf jeden Fall Verbesserungsbedarf.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Weitere Skihelme
    von REDAKTION am 21.01.2015 um 11:47

    Wir haben die Ergebnisse der nachgetesteten Helme in den Testbericht und in die Testtabelle eingetragen.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • 4 weitere ??? Skihelme mit integriertem Visier
    von vacrn01 am 20.01.2015 um 13:20
    Gibt es bereits den Test der zusätzlichen Skihelme? MfG
  • Vier weitere Skihelme
    von REDAKTION am 09.12.2014 um 16:57
    Derzeit sind wir noch am Testen der vier weiteren Helme. Da die Untersuchungen umfangreich sind und neben der technischen Prüfung auch ein Praxistest durchgeführt wird, liegen die endgültigen Ergebnisse vermutlich erst nach Weihnachten vor. Ihr KONSUMENT-Team
  • 4 weitere ??? Skihelme mit integriertem Visier
    von Hansi1951 am 08.12.2014 um 12:17
    Wo finde ich die weiteren 4 Test Skihelme mit integriertem Visier ? Gruß Kurz Hans