Staubsauger

Vorwerk vorn

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KONSUMENT 3/2013 veröffentlicht: 21.02.2013

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Sparen bei der Elektrobürste

Sparen kann man auch bei Miele. Die Elektrobürste des S5781 EcoLine saugt nicht besser als die Standarddüse. Dafür verteuert sie den Staubsauger von 329 auf 519 Euro. Auf dieses Sonder­zubehör um 190 Euro können Sie deshalb getrost verzichten. Praktisch, wenn auch gewöhnungsbedürftig, ist beim S5781 EcoLine übrigens das Bedien­konzept. Geht’s ans Staubsaugen, muss der Sauger zweimal eingeschaltet werden. Einmal am Gerät, um es betriebsbereit zu machen, dann am Stand-by-Schalter am Sauggriff. Über den Griff lässt sich auch die gewünschte Leistung einstellen.

Wird das Saugrohr in die Parkhalterung am Gehäuse gesteckt, aktiviert das den Motorstopp. Das ist praktisch, wenn die Arbeit nach einer ­Unterbrechung wieder aufgenommen wird. Sollen anschließend aber Möbel nur mit Schlauch und Polsterdüse abgesaugt werden, funktioniert das leider nicht, weil das geparkte Saugrohr die Elektrik weiterhin blockiert.

Sauber mit wenig Watt

Hohe Strompreise machen das Energie­sparen auch bei Staubsaugern zum Thema. Vor allem bei teureren Geräten greifen ­Kunden vermehrt zu solchen mit vergleichsweise niedriger Leistungsaufnahme. Die Hersteller, die jahrelang mit hohen Wattzahlen bei ihren Staubsaugern angegeben haben, reagieren inzwischen auf diesen Trend: Die meisten Sauger im Test kommen mit weniger als 1400 Watt aus. Testsieger Vorwerk braucht überhaupt nur 1030 Watt, um einen Teppichboden tadellos sauber zu bekommen. Ein erstklassiges Saugergebnis hat also längst nichts mehr mit fetten Wattangaben zu tun.

Philips hinkt nach

Nur Philips verschläft diese Entwicklung und macht sich in einem Werbetext mit einer „1800 Watt Performance“ wichtig. Im Testlabor brachte es der EasyLife dann auf 1435 Watt, das ist mit Standarddüse die höchste Leistungsaufnahme im Test. Aus­gerechnet dieses Gerät saugte dann im Vergleich mit den anderen am schlechtesten.

Weniger Energieverbrauch ist ein Kundenwunsch, weniger Lärm ein anderer. Vor allem auf glatten Böden erweisen sich die meisten Staubsauger nach wie vor als Krachmacher. Nur der Rowenta Silence Force Extreme hält, was sein Name verspricht. Er saugt extrem leise, wie die Schallprüfung im Labor ergab, Und er ist mit seinen gemessenen 900 Watt auch besonders sparsam. Leider hat es trotz dieser Vorzüge nicht für einen Platz unter den guten Geräten gereicht.

Beutellose abgeschlagen

Mit oder ohne Beutel, das ist bei Boden­staubsaugern eine immer wiederkehrende Frage. Für Modelle mit einer Staubbox müssen keine Staubsäcke nachgekauft werden. Das spart Geld, kostet umgekehrt aber ­einiges an Komfort. Während ein voller Staubbeutel einfach in der Mülltonne entsorgt wird, muss die Staubbox erst entleert und dann grob gereinigt werden. Eine staubige und meist auch unhygienische Angelegenheit. Hausstauballergiker sollten davon überhaupt die Finger lassen.

Dyson: Schlauch gerissen

Sowohl Dyson als auch Testverlierer Philips setzen auf Staubboxen. Easy ist bei Letzterem nur die Modellbezeichnung, denn der EasyLife lieferte die schlechtesten Noten beim Saugen von Tepichböden und aus ­Ritzen. Auch der Dyson sieht im Test ziemlich alt aus. Dabei hatten die Techniker der bri­tischen Nobelmarke eine echt gute Idee: Die Automatikdüse des Staubsaugers passt sich von selbst dem Untergrund an. Ein Hebel unter der Düse drückt den Borstenkranz auf Teppichen automatisch nach oben und senkt ihn auf glatten Böden ab. Trotzdem konnte der Dyson am Teppichboden nicht über­zeugen. Und er ist beim Saugen noch immer ziemlich laut. In der Dauerprüfung riss dann auch noch der Saugschlauch.

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Kommentare

  • Miele Elektrobürsten
    von REDAKTION am 21.05.2013 um 10:50
    Beim getesteten Miele Gerät haben Standarddüse und Elektrodüse den Teppichboden gleich gut gereinigt – die Elektrodüse war bei der Faseraufnahme vom Teppichboden besser, die Standarddüse bei der Staubaufnahme an Ecken und Kanten (Fußleisten). Beide Düsen erhielten das Urteil gut für Saugen (siehe Tabelle). Beim Bosch Staubsauger und bei Vorwerk hat die Elektrobürste den Teppich sehr gut gesaugt – deshalb die Aussage "meist deutlich sauberer". Eine Elektrobürste sollte man allerdings nur bei kurzflorigen, strapazfähigen Teppichen verwenden. Ihr Konsument-Redaktionsteam
  • Miele-Elektrobürsten
    von Mag Zirnig am 28.04.2013 um 17:48
    Bei Miele kommt der Strom für Elektrobürsten nicht unbedingt über ein angeklemmtes Kabel. Es gibt das Modell Premium 8000 mit 2.200 Watt, bei dem - wie bei Vorwerk - alles im Schlauch/Rohr unsichtbar integriert ist. Es kostet knapp 700 Euro. Vor zehn Jahren bot Miete diese Ausführung noch bei seinen Standardmodellen an wie z.B. beim Modell S456i, das bei mir zu Hause steht. Das Preis/Leistungsverhältnis hat sich also inzwischen verschlechtert. Abgesehen davon stellt sich die Frage, ob eine Miele-Elektrobürste überhaupt sinnvoll ist. Im Test-Artikel heißt es „die Elektrobürste des S-5781 saugt nicht besser als die Standarddüse“. Bei den Details zu den Elektrobürsten ist hingegen von der „ebenfalls guten Elektrobürste des S-5781“ die Rede und davon, dass man mit Elektrobürsten „Teppiche meist deutlich sauberer“ bekommt. Beides zugleich kann wohl nicht zutreffen.
  • AW: Preiswirrwarr
    von ET am 27.02.2013 um 09:46
    Beim Test ist keineswegs der günstigste Verkaufspreis angegeben. Schon bei Amazon ist der zweitgereihte Bosch-Sauger günstiger als in der Tabelle. Unter Geizhals ist eventuell ein noch günstigerer Anbieter zu finden. Bezüglich dem Heranziehens eines merklich teureren Gerätes zum Vergleich: genau das finde ich äußerst positiv, da ich dadurch wesentlich besser abschätzen kann, ob sich eine derart hohe Investition auf Grund der Testergebnisse denn überhaupt lohnt.
  • Preiswirrwarr
    von REDAKTION am 26.02.2013 um 16:43

    An fgrill: Das Preisband bei diesem Test ist tatsächlich breit. Das liegt vor allem daran, dass wir ein Gerät von Vorwerk, nach dem unsere Leser immer wieder fragen, ins Testfeld aufgenommen haben. Einen – wie Sie schreiben – Preiswirrwar, verursachen nicht wir, sondern die Hersteller, von denen auch unsere Preisangaben stammen. Sie beanstanden die viel zu knappe Handelsspanne im regulären Handel und kennen sich da offenbar aus: Wie hoch oder niedrig ist denn die Handelsspanne bei Staubsaugern, die zu den von uns genannten Preisen verkauft werden? Die Lautstärke der einzelnen Sauger haben wir in unserer online-Tabelle mit „++ = sehr leise, + = leise, ○ = duchschnittlich, – = laut, – – = sehr laut“ angegeben. Mit der von Ihnen geforderten physikalischen Maßeinheit können nur Experten etwas anfangen.

    Gekaufter Test? Nein, wir sind nicht korrupt, wenn Sie das gemeint hatten. Kaufen kann man unsere Tests nur in der Trafik oder als Abo.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Staubsauger
    von REDAKTION am 26.02.2013 um 16:41

    An edguttmann: Wir haben uns diesmal zwei Bosch-Geräte mit Staubbeutel angesehen. Das Gerät, auf das Sie sich beziehen, ist eines mit Staubbox und wurde im Frühjahr 2011 getestet (KONSUMENT 4/2011. Die von Ihnen zitierte Website hat übrigens keine Genehmigung, unsere bzw. die Testergebnisse der deutschen Stiftung Warentest zu veröffentlichen und verdient ihr Geld mit Verkaufspovisionen bei Amazon. Sie ist ein schönes Beispiel dafür, wie man mit vernachlässigbaren Kosten an der Arbeit anderer mitschneiden kann.

    Ihr KONSUMENT-Team

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