KONSUMENT.AT - Streaming: Tipps für mehr Sicherheit - Flexibel bleiben

Streaming: Tipps für mehr Sicherheit

Legale und illegale Angebote

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KONSUMENT 8/2020 veröffentlicht: 09.06.2020

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Mehr Konkurrenz

Für die Konsumenten bedeutet mehr Konkurrenz günstigere Preise – mit einem ganz großen Nachteil: Serien-Junkies müssten sich mehrere Abos zulegen, wenn sie alle angesagten Titel sehen wollen. Die deutsche Stiftung Warentest hat erst kürzlich zu Testzwecken nach 200 besonders populären Titeln gesucht (Ausgabe Heft 1/2020). Das Ergebnis: Bei keinem Portal waren von den 200 Titeln mehr als 58 Titel gelistet.

Das beste Angebot mit vielen eigenproduzierten Serien hat Marktführer Netflix. Filmfans werden eher bei Sky fündig (viele Blockbuster). Beim Abo von Amazon Prime Video gibt es sowohl Filme als auch Serien. Schlusslicht Apple TV+ konnte mit seinem Angebot (noch) nicht überzeugen. Was viele nicht wissen: Auch die Mediatheken der großen TV-Sender bieten ein wechselndes, hochwertiges Programm, und zwar gratis.

Flexibel bleiben

Es muss nicht immer gleich ein Jahresabo sein. Prüfen Sie vor Abschluss die Kündigungsmöglichkeiten und wählen Sie lieber ein kurzfristiges Monatsabo, auch wenn ein Jahresabo eventuell günstiger ist. Da das Angebot an Titeln beschränkt ist, kann es durchaus Sinn machen, für eine bestimmte Zeit zu einem anderen Anbieter zu wechseln und später, wenn neue interessante Serien herauskommen, wieder einzusteigen. Die Flatrate ist vor allem für Serienfans gedacht, die die kultigen "Originals" (Eigenproduktionen) sehen wollen.

Die Auswahl an Filmen hat sich bei allen Anbietern zwar verbessert, preisgekrönte Filme sind aber immer noch eher rar. Zudem sind seit dem Einstieg von Disney+ die meisten Filme, deren Rechte bei Disney liegen, nun auf diesem Kanal konzentriert und wurden den anderen entzogen. Das betrifft nicht nur die Disney-Filme selbst, sondern auch Pixar, Star Wars und (teilweise) Marvel. Wer nur gelegentlich nach einem guten Film sucht, ist mit einem Einzelabruf besser dran. Aber: Sollte der Filmabend doch länger dauern, weil sie noch einen zweiten oder dritten Film ausleihen, dann kostet das so viel wie ein Monatsabo.

Vorsicht vor Gratis-Angeboten!

Illegale Downloads von raubkopiertem Material (Stichwort Piraterie) haben zwar in den letzten Jahren abgenommen, die Zahl illegaler Streams jedoch ist gewachsen, insbesondere während der Coronakrise. Es gibt also immer noch genug Leute, die für die Filme nicht bezahlen wollen, im Netz nach Gratisfilmen suchen und aus Unwissenheit mit ein paar unbedachten Klicks auf illegalen Seiten landen.

Die Folgen: viel Ärger mit teuren Abos, Datenklau und im schlimmsten Fall ein infizierter Computer durch Schadsoftware oder Computerviren, worauf wir später genauer eingehen.

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