KONSUMENT.AT - Streaming: Tipps für mehr Sicherheit - Abo-Fallen und Malware

Streaming: Tipps für mehr Sicherheit

Legale und illegale Angebote

Seite 3 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 8/2020 veröffentlicht: 09.06.2020

Inhalt

Vorsicht, Abo-Falle!

Ein üblicher Trick von Betrügern besteht darin, eine seriös wirkende Titelseite mit Bildern oder Trailern mit glaubwürdigen Medieninhalten zu präsentieren. Die Trailer können durchaus Originaltrailer sein. Die Seite wirkt dadurch echt und kommerziell. Versprochen werden ein kostenloses fünftägiges Abo und sofortiges Streamen.

Die Betrugsmasche läuft

Sobald Sie sich registriert haben, werden Sie feststellen, dass Sie auf die versprochenen Inhalte doch nicht zugreifen können. Da Sie nichts bezahlt haben, denken Sie vielleicht, es sei kein Schaden entstanden, und ignorieren den Vorfall. Leider ein Irrtum. So leicht werden Sie die Internetbetrüger nun nicht mehr los. Einige Tage später trudelt eine Rechnung ein, in der mehrere Hundert Euro verlangt werden. Sie werden darüber informiert, dass sich das Probeabo nach Ablauf der Testphase automatisch in ein Jahresabonnement für den Premium-Status verwandelt hat.

Bloß nicht zahlen

Jetzt heißt es Ruhe bewahren, denn die Betrüger setzen bewusst auf Drohung und Druck, um die verschreckten Kunden zum Zahlen zu bewegen. Manche Gauner gehen so weit, dass sie in selbst erstellten YouTube-Videos falsche Anwälte wortreich erklären lassen, warum diese Jahresabos rechtlich verbindlich sind und Sie unbedingt zahlen müssen. Schenken Sie den Drohungen keinen Glauben, sondern holen Sie lieber Rat bei einer Konsumentenberatungsstelle ein. Keinesfalls sollten Sie die Rechnung in Panik sofort begleichen, sonst ist ihr Geld unwiederbringlich verloren.

Ihre Daten sind gefragt

Mit der Registrierung ist jedenfalls ein gewisser Schaden bereits dadurch entstanden, dass Sie eine Reihe von persönlichen Daten abgeliefert haben. Aus der Beratungspraxis wissen wir, dass manchmal mehrfache Registrierungen verlangt werden. Mit jeder Registrierung wird eine weitere Betrügerei angehängt, beispielsweise ein Jahresabo und eine (kostenpflichtige) Jahresmitgliedschaft. Ihre Mailadresse – und hoffentlich nicht das Lieblingspasswort – haben die Betreiber dieser Fake-Seiten daher gleich doppelt und dreifach abgesaugt.

Malware und erwünschte Downloads

Eine weitere Einnahmequelle für Betrüger ist die Werbung. Aggressive Pop-up-Anzeigen können auf dem Bildschirm erscheinen. Durch den Versuch, die Werbung zu entfernen, oder durch gefälschte Fehlermeldungen kann Ihnen der nächste Schaden entstehen. Am häufigsten ist jedoch der Fall, dass Sie gefälschte Viewer-Software herunterladen müssen, um sich die versprochenen Inhalte überhaupt ansehen zu können. Das kann Schadsoftware sein, die das Gerät blockiert oder beschädigt. Auch Umleitungen auf andere Seiten sind ein Hinweis darauf, dass Sie gerade auf einer Scamming-Seite gelandet sind.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
3 Stimmen
Weiterlesen