KONSUMENT.AT - Streaming: Tipps für mehr Sicherheit - Fakes, Raubkopien, illegales Streamen

Streaming: Tipps für mehr Sicherheit

Legale und illegale Angebote

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KONSUMENT 8/2020 veröffentlicht: 09.06.2020

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Alles Fake

Scamming ist die englische Bezeichnung für das, was wir im Deutschen als „Vorschussbetrug“ kennen. Im Prinzip geht es darum, dass man (vorab) für eine Leistung bezahlt, die man niemals bekommen wird. Hunderte solcher Websites folgen dem gleichen Muster und werden in ganz Europa eingerichtet, oft von denselben Kriminellen.

Sie verschwinden, sobald sie auf dem Radar von Verbraucherschützern auftauchen, die entsprechende Warnungen sofort weitergeben. Oder sie werden von den Strafverfolgungsbehörden geschlossen, was die betrügerische Domain weniger profitabel macht. Die Sites tauchen kurz darauf unter neuen Domain-Namen wieder auf und es beginnt eine neue Runde des Betrugs.

Pseudo-Sicherheiten und Datenklau

Neben dem Verkauf von Fake-Abonnements profitieren diese Websites auch vom Phishing: dem Verkauf persönlicher Daten, die von den Benutzern bei der Registrierung eingegeben wurden. Um den arglosen User in besonderer Sicherheit zu wiegen, werden nach der Registrierung zusätzlich persönliche Daten per E-Mail oder SMS abgefragt. Hier ist größte Vorsicht geboten, denn die Betrüger erhalten zusätzlich Telefonnummern und im schlimmsten Fall Kontodaten und Passwörter. Alle Daten werden natürlich nur gesammelt, um weiterverkauft zu werden, oft an andere kriminelle Unternehmen.

Raubkopien und illegales Streamen

Gegen Piraterie der besonderen Art kämpft seit Jahren die Filmindustrie. Anders als beim Scamming wird zwar eine „Gegenleistung“ geboten, also beispielsweise der gewünschte Film, der Content wurde aber ohne Zustimmung der Rechteinhaber und Verwertungsgesellschaften hochgeladen.

Gratis, aber illegal

Aufgrund der Gratis-Mentalität im Internet fehlt es oft an Bewusstsein, aber auch an Wissen um die Konsequenzen. Kommt Ihnen eine Webseite nicht ganz geheuer vor, klicken Sie lieber weg. Denn: Um ganz sicher zu gehen, ist es ratsam, nur von Seiten zu streamen, die eindeutig eine Erlaubnis von den Urhebern bzw. Rechteinhabern haben und bei denen es sich somit um eine legale Quelle handelt. Für Versierte mag das Umgehen von technischen Beschränkungen wie Ländersperren ein besonderer Kick und ein Erfolgserlebnis sein. Es ist jedenfalls nicht erlaubt und kann ein juristisches Nachspiel haben.

Vorsicht vor Raubkopien

Im Gegensatz zu gefälschten Websites kann man auf illegalen Websites zwar Inhalte sehen, es handelt sich dabei aber meistens um gestohlenes Material, also Raubkopien. Sich auf diesen virtuellen Tauschbörsen die neuesten Filme anzusehen, mag verlockend sein, stellt aber eine Verletzung der Urheberrechte und Nutzungsbedingungen dar. Dementsprechend ist auch das Hochladen geschützter Inhalte ohne Genehmigung nicht erlaubt.

All jenen, die an der Produktion mitgewirkt haben, wie Drehbuchautor, Regisseur, Produzent oder Musikverlag, aber auch den Steuerbehörden werden durch Raubkopien rechtmäßige Einnahmen entzogen. Gleichzeitig wird die damit verbundene Cyberkriminalität gefördert. Das in letzter Zeit beliebte Übertragen von Serien oder Sportevents auf Social Media- und Video-Sharing-Plattformen kann zum Löschen von Benutzerkonten führen.

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