TEST Brillenkauf beim Onlineoptiker 11/2021 Vergleich Brille24, Charlie Temple, Lensbest, Mister Spex, My Spexx

Brillenkauf beim Onlineoptiker

Trübes Ergebnis

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KONSUMENT 11/2021 veröffentlicht: 18.10.2021

Inhalt

Mann nimmt seine Brille (Foto: WAYHOME-studio/Shutterstock)

In unserem Vergleich Online-Brillenkauf testen wir folgende Anbieter

  • Brille24
  • Charlie Temple
  • Lensbest
  • Mister Spex
  • My Spexx
  • Pearle

Die Testtabelle informiert über:

  • Brillenqualität
  • durchschnittliche Dauer der Bestellung
  • Möglichkeit die Brille zu probieren
  • Welche Werte werden benötigt
  • Erklärung der Werte
  • Erhalt der Brille
  • Tragetest
  • durchschnittliche Lieferzeit
  • Information zur
    Anpassung
    Gewöhnung an die Gleitsichtbrille
    Straßenverkehr
  • Passformprobleme
  • medizinische Symptome
  • Tragetest

Hier unser Testbericht:


Brille online kaufen: Erfahrungsbericht

Nimmt die Sehstärke im Alter ab und leidet man dazu noch unter einer Fehlsichtigkeit, hat man als Brillenträger die Wahl: Ent­weder man wechselt ständig zwischen ­einer Brille für die Distanz und einer für die Nähe oder man verwendet eine Gleitsichtbrille, die sowohl die Nah- als auch die Ferndistanz abdeckt. Gleitsichtgläser sind wesentlich komplizierter aufgebaut als herkömmliche Gläser. Entsprechend aufwendiger und damit teurer ist ihre Herstellung. Für eine Brille sind schnell einmal 1.000 Euro und mehr fällig. Anbieter von Gleitsichtbrillen im Internet werben mit deutlich günstigeren Produkten. Doch wie ist es um die Qualität der Onlinebrillen bestellt?

Sechs Optiker im Vergleich

Wir haben insgesamt sechs Anbieter unter die Lupe genommen. Drei Testpersonen ­bestellten jeweils aufgrund der attestierten Fehlsichtigkeit eine Gleitsichtbrille. Anschließend wurde die Qualität der Brillen von einem Experten begutachtet. Das Ergeb­nis ist alles andere als berauschend: Kein einziges Produkt schnitt mit „sehr gut“ oder „gut“ ab, zu mehr als einer durchschnitt­lichen Note reichte es nicht. Fünf der sechs getesteten Onlineoptiker lieferten Brillen mit unzureichender Qualität.

Wie gut sind Brillen aus dem Internet?

Das Hauptaugenmerk bei der Bewertung lag auf der optischen Anpassung der Brillen. Angesehen haben wir uns auch, ob die ­Brillengläser gemäß den jeweils benötigten Dioptrien angefertigt wurden. Die Dioptrien geben die Stärke eines Brillenglases an. Die erste Zahl – der Wert der Sphäre – definiert zusätzlich die Art der Fehlsichtigkeit. Ein positives Dioptrienvorzeichen bedeutet, dass eine Weitsichtigkeit vorliegt, ein negatives Vorzeichen bedeutet Kurzsichtigkeit.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
www.brille24.de, www.lensbest.de, www.pearle.at, www.charlietemple.com, www.misterspex.at, www.my-spexx.de

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
7 Stimmen

Kommentare

  • Gleitsichtbrillen sind zwar teuer, aber...
    von asbachuralt am 19.10.2021 um 23:01
    ...bevor ich mir meine Augen aufgrund mangelhafter Qualität irreversibel ruiniere, greife ich entweder tiefer in die Tasche oder ich lasse es bleiben. Das ist Sparsamkeit am falschen Platz!
  • Onlinebrillen
    von ling am 19.10.2021 um 14:05
    "Am Ende musste unsere Testperson also einen überhöhten Preis für die Brille bezahlen". "Müssen" muss ich nur dann, wenn ich so naiv bin die Bestellung auch tatsächlich abzuschließen. Jeder Vorgang bis zum Punkt "kostenpflichtig bestellen" oder so ähnlich kann abgebrochen werden. Dann wird eben der gesamte Vorgang nochmals mit der günstigeren Brille durchgeführt. Das ist vom Anbieter zwar nicht die feine englische Art, doch ein bisschen Aufmerksamkeit sollte auch für den Kunden gelten. Ist so etwas nicht (mehr) möglich, dann besser nicht bestellen als - auf gut österreichisch ausgedrückt - "einfahren".

    Pearle: "Eine Testperson musste die Brille zurückschicken, da die Stärken falsch waren. Mit der zugeschickten Ersatzbrille konnte die Testperson zwar gut in der Ferne sehen, aber nicht lesen. Bei der Qualitätskontrolle stellten die Experten fest, dass es sich nicht um eine Gleitsicht-, sondern um eine Einstärkenbrille handelte."
    Ist damit die bestellte Brille oder die Ersatzbrille gemeint? Oder handelt(e) es sich bei beiden Brillen um Einstärkengläser?

    Zur Entscheidung über die Bestellung von Brillen mit Gläsern im Internet kann ich mich dem Kommentar von Endlicher nur anschließen: Es ist natürlich eine Verlockung, wenn man eine Gleitsichtbrille benötigt, diese um einen Preis um vielleicht 400 Euro zu erhalten, statt sie bei einem "normalen" Optiker um die dreifachen Kosten zu erwerben. Weiters stellt sich die Frage, ob jemand als Laie überhaupt den Unterschied von - ich drücke es einmal vorsichtig aus - "günstigeren" Gläsern vom Diskonter/Onlinehändler oder sündteuren (weil wahrscheinlich auch berechtigt) Gläsern von Zeiss oder Rodenstock bemerkt. Gleitsichtbrillen - gepaart mit Astigmatismus oder/und hoher Dioptrienstärke gehören jedenfalls von einem kompetenten Anbieter angepasst und sollten im Internet nichts verloren haben. Schließlich geht es um das wichtigste Sinnesorgan unseres Körpers.
  • würde niemals eine Gleitsichtbrille im Internet bestellen
    von Endlicher am 18.10.2021 um 15:16
    Mit ca. 55 Lebensjahren stellte sich bei mir heraus, dass ich mit einer Einstärkenbrille nicht mehr für alle Einsatzzwecke zurechtkam. Trotz diverser negativer Erfahrungsberichte entschied ich mich v.a. wegen des Wunsches, ohne alltäglichem Brillenwechsel alle "Lebenslagen" (feinmechanischen Modellbau bis zu Laufsport) zu beherrschen zu meiner ersten Gleitsichtbrille und suchte einen renommierten Fachoptiker auf. Die Tatsache, dass dieser sich fast eine volle Stunde Zeit für die perfekte Anpassung der Brille Zeit nahm sowie die zwischenzeitliche Erfahrung, dass diese Brille tatsächlich in kaum einer Situation irgendeine Einschränkung für mich brachte, verdeutlicht aus meiner Sicht, dass ein derartig individualisiertes Produkt für den Handel via Internet völlig ungeeignet ist. Mittlerweile trage ich meine dritte Gleitsichtbrille (Kaufpreis jeweils ca. 700 bis knapp 1000 €), wobei die Vorgänger jeweils knapp 5 Jahre im Dauereinsatz waren und jeweils eine Verschleißgrenze (Fassung bzw. Beschichtung der Kunststoffgläser) erreichten. Viele andersartige Produkte kaufe ich übrigens gern im Internet.