Klimageräte

Klimaschädliche Kältemittel

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KONSUMENT 8/2018 veröffentlicht: 13.07.2018, aktualisiert: 26.07.2018

Inhalt

Kälte auf Knopfdruck? Das wünschen sich viele Konsumenten im Sommer. Wir haben Klimageräte auf ihren Kühlkomfort und Umwelteigenschaften getestet. Die Ergebnisse sind ernüchternd.

Diese Produkte finden Sie in der Testtabelle:

Klimageräte: Splitgeräte

  • Daikin - FTXM25M und RXM25M
  • Hitachi - RAK-25PED und RAC-25WED
  • Mitsubishi Electric - MSZ-LN25VGW und MUZ-LN25VG
  • Panasonic - CS-Z25TKEW und CU-Z25TKE
  • Toshiba - RAS-10BKVG-E und RAS-10BAVG-E

Klimageräte: Monoblockgeräte

  • Comfee - Eco friendly
  • De‘Longhi - PAC EX100 Silent
  • Obi - KGM 9000-90
  • Remko - MKT 251
  • Suntec Wellness - Klimatronic Energic 9.0+

Die Testtabelle enthält folgende Beurteilungskriterien und Werte:

Stromkosten in 10 Jahren, Kühlleistung, Kältemittel, Ausstattung und techn. Merkmale (Schallleistungspegel - Geräusch, Lärm - Abmessungen, Gewicht, empfohlene Raumgröße), Energieeffizienz, Kühlkomfort, Abkühlzeit, Luftströmung, Temperaturverteilung, Umwelteigenschaften, Treibhauswirkung des Kältemittels, Geräusch, Heizverhalten, Handhabung, Montageanleitung, Bedienungsanleitung, Installieren, Fensterabdichtung, Sicherheit und Verarbeitung, Datensendeverhalten der App. - Hier unser Testbericht:


Das Thermometer steht mehrere Tage über 30 Grad und schon setzt sich die Hitze in der ganzen Wohnung fest. Vor allem schlecht gedämmte Häuser und Dachgeschosswohnungen sind betroffen. Viele Konsumenten stehen vor der Frage: Wie lassen sich die immer längeren Hitzeperioden am besten überstehen? Klimageräte versprechen die nötige Abkühlung. Wir haben fünf Monoblockgeräte und fünf Splitgeräte getestet.

Klimaanlage kaufen?

Wir halten Klimageräte für wenig sinnvoll. Sie sind in der Anschaffung und im Verbrauch teuer und stellen eine Belastung für die Umwelt dar. (Lesen Sie auch unser Buch „Energiesparen - ganz einfach“!) Bevor Sie eine Klimaanlage in Erwägung ziehen, sollten Sie andere Maßnahmen andenken, um die Sonneneinstrahlung so gut es geht einzudämmen.

Alternativen ausschöpfen

Als Alternativen empfehlen wir Außenrollladen und tagsüber geschlossene Fenster. Nur während der kühleren Nacht- und Morgenstunden lüften! Auch ein Ventilator und viel Flüssigkeitszufuhr können die Hitze erträglicher machen. Lesen Sie mehr in unseren ‚Tipps gegen die Hitze‘. Wer dennoch eine Klimaanlage kaufen möchte, sollte darauf achten, dass deren Leistung auf die Raumgröße abgestimmt ist.

Monoblock- und Splitgeräte

Im aktuellen Test finden Sie mobile Klimageräte (Monoblockgeräte) und Splitgeräte. Letztere sind auch im Dauereinsatz wesentlich stromsparender als die mobilen Alternativen. In der Anschaffung sind Monoblockgeräte zwar deutlich günstiger als Splitgeräte, aber im Einsatz dann wesentlich ineffizienter: Der Abluftschlauch hängt aus dem geöffneten Fenster, durch das wieder warme Luft nach innen gelangt. Der Schlauch erhitzt sich zudem auf bis zu 65 Grad.

Auch Splitgeräte haben Nachteile: Durch den Geräuschpegel des Außengeräts, das in der Regel an der Hauswand montiert wird, können sich Nachbarn gestört fühlen. Bei beiden Lösungen  zirkuliert ein Kältemittel im inneren des Geräts und transportiert Wärmeenergie nach draußen. Die in Monoblockgeräten verwendeten Kältemittel sind teils stark klimaschädlich und können nur bei kommunalen Sammelstellen entsorgt werden.

Orientierungshilfe

Wenn Sie sich für ein Klimagerät entscheiden, kann Ihnen der vorliegende Test eine Orientierungshilfe bieten. In Kooperation mit der Stiftung Warentest haben wir 10 Klimageräte (je 5 Monoblock- und Splitgeräte) unter die Lupe genommen. Gut ist nur ein Modell.
 

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
De'Longhi PAC EX100 Silent, Comfee Eco friendly, Remko MKT 251, Obi KGM 9000-90, Suntec Wellness Klimatronic Energic 9.0+, Panasonic CS-Z25TKEW, Daikin FTXM25M, Mitsubishi Electric MSZ-LN25VGW, Hitachi RAK-25PED, Toshiba RAS-10BKVG-E

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Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
27 Stimmen

Kommentare

  • @Klimaanlage Splitgerät
    von REDAKTION am 15.11.2018 um 15:23
    Da haben Sie recht, die Installation ist bei guten Händler-Angeboten im Listenpreis zumeist inkludiert. Im Heft-Beitrag wurde diese Information in einer kleinen Infobox veröffentlicht, hier auf konsument.at haben wir leider übersehen, selbige online zu stellen (was freilich nicht hätte passieren sollen). Das holen wir selbstverständlich nach - danke für Ihren Hinweis!

    Es ist leider ein grundlegendes Problem der Testarbeit, dass wir nicht alle am Markt erhältlichen Produkte testen und somit auch nicht alle Leserwünsche erfüllen können. Da die Untersuchungen sehr kostenintensiv sind, stehen wir vor dem Dilemma, mit relativ wenigen Produkten den Markt möglichst gut abbilden zu müssen. Verkaufshäufigkeit und Marktbedeutung sind bei der Produktauswahl wichtige Auswahlkriterien. Durchs Raster fallen können da schon mal Modelle mit vergleichsweise geringer Marktgängigkeit. Das heißt aber nicht, dass diese automatisch mit einer Negativwertung zu verbinden sind. Es sind Kapazitätsgründe, die dem Umfang unserer Tests Grenzen setzen.

    Ihr KONSUMENT-Team
  • Klimaanlage Splitgerät
    von multitude am 13.11.2018 um 17:17
    Ich habe für unser Schlafzimmer verschiedene Kostenvoranschläge für ein Klima-Splitgerät eingeholt. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Anschaffungskosten für das Gerät selbst nicht einmal 50% der anfallenden Kosten ausmachen. Deutlich mehr kostet die Montage und Inbetriebnahme. Darauf wurde in Ihrem Testbericht nicht hingewiesen.
    Deshalb sind die in ihrem Test angegebenen Preise eigentlich von recht geringer Relevanz. Zumal es schon viele Geräte gibt - die sie nicht getestet haben - die deutlich preisgünster sind.
  • Richtigstellung KONSUMENT TEST 8/2018
    von MAJOPI am 03.08.2018 um 09:30
    In der Ausgabe KONSUMENT 8/2018 wurde bedauerliche Weise ein Artikel mit negativer Grundeinstellung zum Thema Klimaanlagen und missglücktem Produktvergleich publiziert.
    Aufgrund der hohen Produktqualität von TOSHIBA Klimaanlagen und der höchsten Zufriedenheit mit unseren Produkten, möchten wir gerne die Fakten in den Vordergrund rücken.
    Der Test wurde bereits 2017 in Deutschland durchgeführt. Hauptkriterium war ein Produkt mit Kältemittel R32. TOSHIBA hatte zu dieser Zeit beschlossen mit dem Einstiegsmodell MIRAI den Markt mit R32 zu erschließen und für R32 zu sensibilisieren. Im Vergleich dazu setzte der Mitbewerb, bei der R32-Einführung am anderen Ende der Produktpalette auf Premium-Modelle.
    Aus dieser Tatsache entstand ein Produktvergleich, der nicht aussagekräftig ist, da hier keine gleichwertigen Produkte verglichen wurden. Alleine der Energieeffizienzwert, der im KONSUMENT leider fehlt, ist ein Indikator dafür. Bitte bewahren Sie Fairness und beurteilen Sie diesen Test mit Sachlichkeit.
    Wie Sie wissen, ist mittlerweile die gesamte HOME Produktschiene von TOSHIBA mit R32 erhältlich und äußerst konkurrenzfähig und erfolgreich im Markt vertreten!

    Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen in die Marke TOSHIBA und Ihre Zusammenarbeit mit uns!
  • Vaillant Splitgerät mit enormen Kosten beim Service
    von schwarz2301 am 24.07.2018 um 21:51
    ich habe 2 Splitgeräte im Haus und habe jetzt nach ca 10 Jahren !!!!, nachdem die Firma Vaillant vor ein paar Jahren bei mir zur Reparatur war ein "Super-Sonder-Angebot" bekommen mein Gerät zu servicieren lassen. Die Kosten sind dermaßen hoch, dass ich mir denke die Anschaffung eines neuen Gerätes kommt fast gleich. Obwohl ich immer nach einem Service gefragt habe, hat man mir nur erklärt, entstauben (Filter innen und außen) , das war's.
    Ich verwende meine Geräte nur in äußersten Fällen, wenn sich zB ein Zimmer nach Abwesenheit extrem aufheizt, dann schalte ich 2-3 Stunden vor dem zu Bett gehen ein, bis die Mauern soweit ausgekühlt sind damit ich den Rest der Nacht auch bei geschlossenen Fenstern schlafen kann. Temperatur steigt dann bis max 23°C.
  • Fixe Klimageräte ohne Außenteil
    von gitti.tuitz@kabsi.at am 24.07.2018 um 21:10
    Es gibt mittlerweile auch Klimaanlagen, (man braucht keine Bewilligung),
    die in den Räumen ohne viel Aufwand installiert werden können. Sie werden an eine normale Steckdose angeschlossen und die Kosten(Strom)sind nicht der Rede wert. An der Fassade des Hauses sind zwei mit ungefähr 15 cm Durchmesser kreisförmige Auslässe, eingefärbt (Fassadenfarbe), zu sehen. Wird auch für denkmalgeschützte Häuser verwendet. Die Anschaffungskosten sind schon hoch.Es gibt Geräte, die auch heizen. Ich habe 10 000 Euro für vier Geräte (eines mit Heizung) bezahlt, aber ich genieße meine kühle Wohnung seit 2 Jahren.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo