KONSUMENT.AT - Olivenöl - Test: Castello, Fandler, Iliada, Ja! Natürlich, Mani, uva.

Olivenöl

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KONSUMENT 6/2020 veröffentlicht: 28.05.2020, aktualisiert: 09.06.2020

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Die Qualität von Olivenöl "extra vergine" aus Supermärkten und Drogerien wird besser. Wer Wert auf die Herkunft der Oliven legt, sollte allerdings genau hinsehen.

Bild: Jag_cz / Shutterstock.com

Diese Olivenöle waren in unserem Test:

  • Bona Olivenöl extra vergine
  • Castello Olio Extra Vergine di Oliva
  • Clever Natives Olivenöl Extra
  • Conte de Cesare Olio extra vergine di oliva
  • DeSpar Olio Extra Vergine di Oliva
  • dmBio Natives Olivenöl extra
  • Fandler Bio Olivenöl
  • Iliada Kalamata Olivenöl kaltgepresst
  • Ja! Natürlich Natives Olivenöl Extra
  • Mani Olivenöl
  • Monini Classico Olivenöl
  • Natur aktiv Bio Griechisches Olivenöl
  • San Fabio Olio Extra Vergine di Oliva
  • S-Budget Natives Olivenöl Extra
  • Spar Natur pur Natives Bio-Olivenöl extra

In der Testtabelle finden Sie Infos und Bewertungen zu: Sensorik (Expertenverkostung, Laienverkostung), Chemische Zusammensetzung (NIR-Screening, Chemische Nachuntersuchung), Schadstoffe (Weichmacher, Mineralölrückstände), Kennzeichnung, Herkunftsangabe etc.

Nachfolgend unser Testbericht.


Natives ­Olivenöl extra

Beim Olivenöl kommt für viele Konsumentinnen und Konsumenten nur „natives ­Olivenöl extra“, besser bekannt als „extra vergine“, in den Einkaufskorb. „Extra ver­gine“ steht für die höchste Qualitätsstufe. Dieses Öl darf nur schonend durch mechanische Pressung gewonnen werden und dazu muss es höchsten sensorischen Ansprüchen genügen.

Natives Olivenöl extra darf keinen Fehlgeschmack aufweisen. Es schmeckt typischerweise fruchtig, mit einer leicht scharfen und bitteren Note. Der ­Gehalt an freien Fettsäuren, die in ­höherer Konzentration einen sauren Geschmack verursachen, muss unter 0,8 Prozent liegen.

Test: 15 Olivenöle

Doch nicht alle Anbieter von extra nativem Olivenöl erfüllen die strengen Vorgaben. In unseren vergangenen Tests erhärtete sich der Verdacht, dass manche Hersteller unerlaubte Tricks anwen­den, um ihren Profit zu steigern – etwa, indem sie ihr Öl einer Wärme­behandlung unterziehen.

Unser aktueller Test gibt allerdings zumindest Anlass zur Hoffnung, dass bei Olivenöl weniger getrickst wird, denn 9 von 15 Produkten schnitten mit „gut“ ab. Im Jahr 2015 hatten das nur 6 von 21 Produkten geschafft. Kein einziges Olivenöl steht im Verdacht, thermisch behandelt worden zu sein.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
S-Budget Natives Olivenöl Extra, Castello Olio Extra Vergine di Oliva, Ja! Natürlich Natives Olivenöl Extra, Clever Natives Olivenöl Extra, DeSpar Olio Extra Vergine di Oliva, San Fabio Olio Extra Vergine di Oliva, Fandler Bio Olivenöl, dmBio Natives Olivenöl extra, Bona Olivenöl extra vergine, Spar Natur pur Natives Bio-Olivenöl extra, Monini Classico Olivenöl, Mani Olivenöl, Conte de Cesare Olio extra vergine di oliva, Iliada Kalamata Olivenöl kaltgepresst, Natur aktiv Bio Griechisches Olivenöl, Primadonna Bio Natives Olivenöl Extra, Bertolli Originale Natives Olivenöl Extra, Primadonna Natives Olivenöl extra, Noan Douro Olive Oil Extra Virgin, Alnatura Natives Olivenöl extra

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
30 Stimmen

Kommentare

  • Sprachlos
    von theltalpha am 25.06.2020 um 13:02
    Also da bin ich wirklich sprachlos. Dann muss ich mir die Frage stellen, warum es Produzenten gibt, die darauf achten, die Oliven genau zum richtigen Zeitpunkt zu ernten (das heißt, wenn sie noch am Baum sind), möglichst so zu ernten, dass die Oliven nicht beschädigt werden, diese so schnell wie möglich zur Ölmühle bringen, darauf achten, dass dort unter saubersten Bedingungen und unter Abschluss von Sauerstoff gearbeitet wird und den Aufwand auf sich nehmen, das Öl direkt nach der Pressung zu filtern, wenn es offensichtlich möglich ist, Öl zu einem Bruchteil der Kosten herzustellen, wo auf all das keine Rücksicht genommen wird und welches nicht nur gemäß dem Gesetz fehlerfrei und hervorragend ist, sondern sogar noch so gut ist, dass man innerhalb dieser Fehlerfreiheit sogar noch weitere Abstufungen machen kann.

    (Diese Frage stelle ich mir natürlich nicht, sie ist nur rhetorisch. In meiner Traumwelt würde sich aber der KONSUMENT diese Frage stellen und für seine Leser beantworten.)
  • Test Olivenöl
    von REDAKTION am 16.06.2020 um 15:35
    Es gibt eine Vielzahl von Olivenölen. Für uns ist es schlicht unmöglich, alle zu testen, unser Jahresbudget würde dafür nicht ausreichen. Deshalb müssen wir uns auf Produkte konzentrieren, die eine gewisse Marktbedeutung haben.
  • Frage anders formuliert
    von REDAKTION am 16.06.2020 um 15:32
    Das Panel schickt uns ihren Prüfbericht zu. Darin ist vermerkt, welche Öle nativ extra sind und welche nicht. Innerhalb der Gruppe der nativ extra Öle gibt es ein Punkte-Ranking. Dieses Ranking ermöglicht es uns auch innerhalb der nativ extra Öle eine Reihung durchzuführen. Wir können Ihnen versichern, dass alles rechtens ist und keine Fehl/Falschinterpretationen stattgefunden haben.
  • Antwort an schwarz2301
    von theltalpha am 14.06.2020 um 23:57
    Ich habe mir die Website angesehen und bin auf das Problem gestoßen: Der Produzent "wirbt" damit, dass das Olivenöl ungefiltert ist. Damit ist von vornherein klar, dass das Olivenöl nicht hochwertig sein kann. Die Trubstoffe, die aufgrund der unterlassenen Filterung im Öl verbleiben, schädigen dieses nachhaltig. Egal, wie hochwertig ein solches Öl direkt nach der Pressung ist, die Qualität wird unweigerlich rasch abbauen. Das Testen eines solchen Öls ist somit sinnlos, da der Verbraucher dann schon ein Produkt mit ganz anderen Eigenschaften in Händen halten wird, als sie zum Zeitpunkt der Testung vorgeherrscht haben. Nur das sofortige Filtern - hier ist wirklich filtern gemeint, nicht dekantieren (absetzenlassen der Trubstoffe auf den Boden der Tanks) - nach der Pressung kann dafür sorgen, dass das Öl über einen längeren Zeitraum die zum Zeitpunkt der Pressung vorhandene Qualität bewahren kann. Aber wenn Sie offensichtlich Stammkunde sind: Schreiben Sie doch dem Hersteller, warum er sein Öl nicht filtert; dass das Nichtfiltern die Qualität seines zweifellos mit großem Aufwand und Einsatz produzierten Öls zerstört. Nur, wenn dem Produzenten das Problem bewusst ist und weiß, dass seine Kunden darauf achten, wird es hier zu einer Veränderung kommen.
  • Test Olivenöl
    von schwarz2301 am 14.06.2020 um 16:02
    ich bestelle seit Jahren Olivenöl von der Fattoria La Vialla in den verschiedensten Geschmacksrichtungen - je nach Anbaugebiet. Leider wird dieses Öl nie bewertet. Die Präsentation ist werbemäßig s.g. aufgemacht was mich einerseits stutzig macht, auf der anderen Seite gibt es für diese Produkte sehr gute und viele Auszeichungen.
    Fratteli Carli wurde auch getestet und es hat sich herausgestellt dass die Öle gemischte Öle waren und nicht dem entsprochen haben, was drauf stand.